Später HSV-Triumph über unglückliche HSG

Auch das ganz starke Comeback von Julius Hahn (hier gegen Nils Scheuermann) verhalf der HSG nicht zum erhofften Erfolgserlebnis.

Lüdenscheid – Mehr als 300 Zuschauer, tolle Stimmung, ein hochdramatisches Derby, am Ende aber einmal mehr lange Gesichter beim Landesliga-Schlusslicht HSG Lüdenscheid. Die Bergstädter verloren zur Heimpremiere von Neu-Trainer Stephan Nocke auch das Nachbarschaftsduell gegen die HSV Plettenberg/Werdohl hauchdünn mit 22:23 (12:9) – höchst unglücklich, aber das hilft den glück- und weiter sieglosen Hausherren im Kampf um den Ligaverbleib nicht einen Millimeter weiter.

Dabei waren die Gastgeber im „Tollhaus“ BGL-Halle ganz nah dran, hatten nach 51 Minuten bei einer 20:17-Führung alle Trümpfe in der Hand, um dann mit viel Pech, aber auch Unvermögen und mangelnder Disziplin die Partie noch zu verlieren.

Riesenpech, dass sich Top-Torjäger Lausen nach dem 20:18 verletzte und nicht mehr aufs Parkett zurück konnte. Eine ganze Portion Unvermögen, dass die Gastgeber vier Minuten in Überzahl nicht zu einem einzigen Tor nutzen konnten, sondern ohne Druck auf die Nahtstellen agierten. Die nie aufsteckende HSV, die nach Wiederbeginn auch den lange verletzt fehlenden Top-Goalgetter Bardischewski brachte, glich zum 21:21 durch Winkelsträter aus, der auch die letzte HSG-Führung Biekers mit dem 22:22 (58.15) beantwortete. Dann gingen mit dem zuvor ruhigen Neucoach Nocke, der seinen Platz im Tor früh für den lange starken Stute freigemacht hatte, die „Gäule“ durch, er echauffierte sich über eine Schirientscheidung und kassierte eine Zeitstrafe 38 Sekunden vor Schluss. Bardischewski sagte „danke“ und versetzte den Hausherren den späten K.o zehn Sekunden vor Spielende.

Die HSV war zu Beginn in der umkämpften, aber sicher nicht besonders hochklassigen Partie, gut ins Spiel gekommen, Zlobinski hatte starke Minuten, in denen er dem Gast eine 3:0-Führung sicherte.

Dann aber wurde es bei der HSG nicht nur Kapitän Lausen zu bunt, vor allem Hahn feierte als Spielmacher und in der Deckung ein ganz starkes Comeback bei der HSG und war maßgeblich daran beteiligt, dass die mit einer Manndeckung gegen den halblinken Werdohler Rückraum agierenden HSGer mit einer Drei-Tore-Führung in die Pause gingen.

Die glückte auch in der Schlussphase noch einmal, letztlich aber waren die Abschlüsse von Lengelsen und Bardischewski tödlich für die Gastgeber.

HSG:  Nocke (1.-27. plus ein Siebenmeter), Stute (ab 27.) – Schmidt, Adam, Beckmann (1), Pennekamp (2), Bieker (3), Hahn (5), Lausen (8/2), Gruber (1), Ritthaler (n.e.), Hirnschal (n.e.), Fenner (2)

HSV:  Zlobinski (1.-30., ab 49.), S. Weigt (31. bis 49.) – Rose (2), Kreikebaum, Scheuermann (1), Schröter (1), Traumüller (2/1), Gerth (1), Burzlaff (2), Winkelsträter (2), Brinkmann (1), Lengelsen (6), Bardischewski (5/1)

Schiedsrichter: Carneiro/Martin

Zeitstrafen:  HSG 3, HSV 5 plus Rote Karte gegen Traumüller (40.38) wegen groben Foulspiels

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