HSG: Im Angriff viel zu wenig Durchschlagskraft

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In dieser Szene setzt sich Lüdenscheids Sören Miossec gegen Theodoros Mperzigiannis durch.

Schwelm - Die HSG Lüdenscheid kann froh sein, dass sie den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga bereits unter Dach und Fach hat. Am Samstagabend fügten die Bergstädter den vielen enttäuschenden Leistungen der vergangenen Wochen eine weitere hinzu und nährten mit der 21:28 (8:15)-Niederlage bei der akut abstiegsgefährdeten TG RE Schwelm nochmals Hoffnungen auf der Ligazielgeraden.

Schon vor Beginn war klar, dass die Hausherren in der Sporthalle West nochmals alle Kräfte im Kampf um einen Landesligaplatz mobilisieren würden und gingen dann mit dem Ex-Lüdenscheider Peter Chwalek als viertem Neuzugang in 2016 nach Dralus, Kleinschmidt und Thäsler vom Anpfiff an entsprechend zur Sache. Die HSG machte zwar eindeutig einen Heimbonus im Gepäck der Unparteiischen Röhrle/Rust mitverantwortlich für den unterm Strich missglückten Auftritt, in erster Linie hatten sie sich den aber mit einer ganz schwachen Angriffsvorstellung - gegen einen allerdings auch sehr starken RE-Keeper Fritzsche - in erster Linie selbst zuzuschreiben.

Im mit Haken und Ösen geführten Duell mangelte es im aufgebauten Angriff an Durchschlagskraft gegen die geballte Schwelmer Routine mit den drei „40ern“ Dralus, Kleinschmidt und Günther sowie Rode (38) und Chwalek (39).

Nur bis zum 3:3 (10., Miossec) hielt die HSG mit, verlor beim 3:6 (14.) erstmals den Anschluss, nach dem 5:6 (17., Füller) dann endgültig. Über 5:11 hieß es zur Pause 8:15, weil die HSG eigentlich nur im Gegenstoßspiel recht sicher abschloss. Der Sieben-Tore-Rückstand war die frühe Entscheidung, von der sich die Gäste, die vom bedauernswerten Co-Trainer Daniel Opitz für den erkrankten „Chef“ Volker Schnippering betreut wurden, nicht mehr erholten.

Dreimal schossen sich die Hausherren beim 20:10, 21:11 und 24:14 gar zweistellig in Front, am Ende war’s dank Phil Lausens Durchsetzungsvermögen nach Wiederbeginn nicht ganz so hoch.

Kurios erneut einige Entscheidungen des Schiri-Duos aus Bochum: Als der wiedergenesene Froitzheim einem Schwelmer eher unglücklich ins Gesicht griff, sah überraschend der unbeteiligte Bergstädter Spielmacher Jaschke die Rote Karte (33.50) und nach einem vertretbaren Rot gegen Schwelms Menges, der Füller von hinten in den Wurfarm gegriffen hatte, hätte der HSGer Kroll zwingend das Rote Ticket sehen müssen, als er nach der Spielunterbrechung Kleinschmidt die Kugel ins Gesicht stieß.

Beste Schützen beim Sieger waren Möller (7) Meuren und Mperzigiannis (je 4) sowie Günther (4/2). Bei der HSG Lausen (7/3), Füller, Fenner (je 3) und Baberg (3/1).

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