Handball Landesliga

Der erste Anflug von Sommerhandball

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Nur selten kam Florian Füller (links) am Sonntag über den Gegenstoß so zum Zuge wie in dieser Szene. Die HSG unterlag beim Kellerkind Menden II am Ende 25:28.

Menden - Hinter der Halle des Gymnasiums an der Hönne roch es nach Bratwurst, und auf dem Schulhof wummerten Bässe, hier lungerten Jugendliche herum, die den Besuch des Sommers an der Walramstraße genossen. Die Landesliga-Handballer der SG Menden Sauerland Wölfe II und der HSG Lüdenscheid hatten für derlei keine Zeit. Für sie hielt der Sonntagnachmittag bei schönstem Wetter Hallensport bereit. Das war keine Freude.

Oder doch. Die Wefing-Sieben freute sich über einen 28:25 (13:10)-Erfolg und damit über eine Überraschung, denn die Jungwölfe schweben ja noch in Abstiegsgefahr, und da gewinnt man nicht jeden Tag gegen einen Tabellenvierten. Die HSG Lüdenscheid trat im Nordkreis allerdings auch nicht auf wie ein Tabellenvierter, was an vielen Faktoren lag, u.a. daran, dass Phil Lausen nicht auftrat wie einer, der gerade Zweiter der Landesliga-Torjägerliste ist. Die Osterpause hatte dem wuchtigen Rückraum-Linken nicht gut getan. Er fand fast nie die richtige Distanz zum Gegenspieler – die Mendener störten seine Kreise nahezu perfekt. Auf der anderen Seite störte die HSG die Kreise von Linkshänder Matthias Zimny (8) fast gar nicht, vor allem Fenner sah gegen den Rückraum-Rechten sehr schlecht aus.

Trotzdem lag die HSG im Kräftemessen zweier Teams, die beide unheimlich viele leichte Ballverluste produzierten, zunächst bis zum 5:7 (15.) vorne und war mit bis zum 9:9 (23.) im grünen Bereich. „Die letzten zehn Minuten vor der Pause waren dann reiner Sommerhandball“, ärgerte sich Schnippering. Zur Pause führten die Wölfe II bereits 13:10.

Nach der Pause sah es bis zum 17:13 (38.) weiter nicht gut aus für den Gast, der auch die Drittliga-Aushilfe Florian Schösse nicht recht in den Griff bekam. Doch weil die HSG an diesem Tag kein Monopol auf schwächere Phasen hatte, führten vor allem die agilen Außen Broscheit und Plate sie nach dem 20:17 (44.) bis zum 23:23 (52.) wieder heran. Das Spiel stand nun Spitz auf Knopf. Und ausgerechnet jetzt folgten in kurzer Folge verworfene Marken von Hurlbrink und Lausen, ein vergebener Gegenstoß von Broscheit. Zeitstrafen für Lausen und Broscheit. Danach stand es 28:24 für die Wölfe II, die sich freuten. „Unnötig“, befand derweil HSG-Coach Volker Schnippering, „unnötig war die Niederlage, aber nicht unverdient...“

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