Schiri Schmitt spielt in der Wending Schicksal

+
Nach überstandener Grippe wieder weitgehend Herr im und vor dem RWL-Strafraum. letztlich aber machtlos beim 0:3: Christos Katsaros (links, im Duell mit Thomas Gaumann).

Freudenberg - Nicht gut gespielt, aber dennoch unnötig verloren: Beim 0:3 (0:1) der Lüdenscheider Rot-Weißen beim Tabellenzweiten Fortuna Freudenberg spielte im zweiten Auswärtsspiel in Folge der Unparteiische Schicksal gegen RWL und erregte die Gemüter auf Gästeseite schwer.

Von Jörg Hellwig

Als nach 44 Minuten einer der vielen lang geschlagenen Bälle in Richtung RWL-Tor eine Gefahr signalisierte, stürzte Keeper Brackmann aus dem Kasten und köpfte die Kugel an der von ihm aus gesehenen linken Strafraumlinie ins Seitenaus, Sekundenbruchteile später rauschte ihm der heranstürmende Gaumann in den Körper und kam zu Fall. Zum Entsetzen der Rot-Weißen zeigte der Unparteiische auf den Punkt, Routinier Cendecki ließ sich die Chance zur Pausenführung nicht entgehen. Als aber fünf Minuten nach Wiederbeginn RWL-Torjäger Platt die Kugel erspurtete und an Keeper Schuppener vorbeilegte und dann beim Versuch, diesen zu passieren vom Schlussmann per Hand und Fuß zu Fall gebracht wurde, blieb Schmitts Pfeife stumm.

Nur bei seinem dritten krassen Fehler hatte Rot-Weiß im erhitzten Duell Glück, als der Referee Carbottas kräftigen Wischer mit der Hand gegen Solms übersehen hatte, sonst wäre „rot“ fällig gewesen. Der Freudenberger sah nach Wiederbeginn wegen wiederholten Foulsspiels zu Recht den gelb-roten Karton.

RWL, das wegen des Ausfalls von Dunkel (Unfall) abermals die Defensive hatte umbauen müssen, hatte mit Geduld die erste Hälfte kontrolliert, ohne große Akzente nach vorn setzen zu können: Ein zu steiles Carbotta-Anspiel auf Platt und ein Scheerer-Freistoß, den Schuppener parierte, das war’s. Den ersten Torschuss aus dem Spiel heraus für Freudenberg gab’s gar erst in der Nachspielzeit von Hälfte eins.

Nach Wiederbeginn bemühte sich RWL zwar in Überzahl um die Wende, wurde aber auch offen für Konter. Unnötig aber das 2:0 nach einer Cendecki-Ecke durch Söhler (69.), danach verfiel die RWL-Körpersprache trotz Riesenchance von Platt zum Anschlusstor (85.). Kurz vor Schluss legte Brackmann (89.) dann einen abgelaufenen Ball für Heimel zum 0:3 auf. - jig

Fortuna: Schuppener – Söhler, Bender, Cendecki, Andrick – Dicke – Lentrup, Heimel, Solms, Gaumann (90.+1 Jashari) – Freitag (89. Leis)

RWL: Brackmann – Vassos, (80. Maas), Katsaros, Besirlioglu, Urbas – Carbotta (61. Seckin), Sommer, El Hadje (69. Albrecht), Jindou – Scheerer, Platt

Schiedsrichter: Schmitt (Finnentrop)

Tore: 1:0 (44., Fouelfmeter) Cendecki, 2:0 (69.) Söhler, 3:0 (89.) Heimel

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot gegen Solms (Fortuna/54.) wegen wiederholten Foulspiels

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare