Hombrucher Deckung wie ein Fels in der  Brandung

Lüdenscheid - Vor 14 Tagen bewegte sich die HSG Lüdenscheid im Derby bei der SGSH-Reserve gegen ein Spitzenteam noch auf Augenhöhe, davon waren die Bergstädter am Sonntagabend weit entfernt: Klar mit 24:30 (12:16) musste sich die Schnippering-Sieben Westfalia Hombruch beugen.

Schlechte Trainingsbedingungen hatten den HSG- Coach ohnehin nicht allzu optimistisch gestimmt, als aber neben Kapp und Froitzheim mit Spielmacher Jaschke und Deckungschef Miossec (Grippe) zwei weitere Leistungsträger passen mussten, wuchs die Skepsis.

Die aber verflog blitzartig, weil die HSG einen Traumstart aufs Parkett zauberte: Zwei tolle Bahr-Paraden, zwei Klasseblocks hinten, ein Gegenstoß von Walter, zwei präzise Rückraumschüsse von Walter und Lausen, dazu Rechtsaußen Walter vorn: Aus dem 0:1 hatte die HSG bis zur 7. Minute eine 4:1-Führung gemacht. Doch dann war’s wie abgeschnitten. Der Gast um das Trainerduo Lauritsch/Uhrmeister hatte seine Lektionen schnell gelernt. Die 6:0-Abwehr um Asshoff, Prepens und Hobrock und mit einem ausgezeichneten Humberg zwischen den Pfosten stand wie ein Fels in der Brandung, ließ sich von den Gastgebern kaum einmal in eine Seitwärtsbewegung bringen, die Lücken bei sechs oder sieben Metern gerissen hätten. Und auch vorn hatte der Dortmunder Spitzenklub viel zu bieten: Eine sehr gute und technisch saubere schnelle Mitte, ein gutes Gegenstoßspiel über Thues, Prepens und Bradtke und ein enormer und unvermuteter „Bumms“ von Rückraumschlaks Ole Sasse ließen die HSG staunen, die Westfalias Offensive weder durch Manndeckung gegen den Torjäger noch später in normaler 5:1-Deckung stoppen konnte.

Über ein 6:6 blieb die HSG dank Linkshänder Bölling noch bis zum 10:10 im Rennen, dann aber setzte sich der Gast zur Pause auf vier Tore ab (12:16.). Eine zu hohe Bürde für die HSG, die beim 15:18 und Ballbesitz eine höchst überflüssige Zeitstrafe Krolls kassierte und dann Mitte der zweiten Halbzeit bereits mit 17:24 im Hintertreffen lag.

Dass es dann noch einmal enger wurde, lag in erster Linie daran, dass HSG-Keeper Weigt in der Schlussviertelstunde aus dem Schatten Humbergs trat und dass der Gast viel wechselte. Nach Walters 24:27 aber lief nichts mehr, weil die Gastgeber die Zahl ihrer technischen Fehler auf mehr als ein Dutzend schraubten.

HSG:  Bahr (1.-30.), S. Weigt (ab 31.) – Bölling (5), Baberg (1), Füller (1), Mühlbauer, Walter (6), Fenner (1), Kroll, Winkhaus (5), Lausen (4/1), Elverfeld (1)

Westfalia: Humberg, Müller (n.e.) – Thues (9/3), Bergmann, Asshoff, Prepens (2), Bradtke (5), Hobruck (5), J. Sasse (3/1), O. Sasse (5), Blank, Heiner (1), Lauritsch (n.e.)

Schiedsrichter:  Cordts/Lorch (Hagen)

Zeitstrafen: HSG 4, Westfalia 1

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