Handball, Landesliga

Trainerwechsel im Sommer: Schürfeld löst Ziel ab

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Künftig für die „Erste“ im Einsatz: Michael Mühlbauer (links) und Axel Schürfeld.

Lüdenscheid – Was vereinsintern schon seit rund sechs Wochen klar war, machte die HSG Lüdenscheid am Dienstag öffentlich: Friedhelm Ziel, Trainer des noch abstiegsbedrohten Handball-Landesligisten, wird sein Amt am Saisonende nach nur einem Jahr wieder zur Verfügung stellen.

Auch Ziels Nachfolge ist seit Montagabend geklärt: Axel Schürfeld, derzeit noch Coach der noch akuter gefährdeten Bezirksliga-Reserve der HSG, rückt mit seinem Team um Co-Trainer Michael Mühlbauer und Teammanager Michael Mirus nach oben.

Ziel: „Ich wollte hier etwas aufbauen“

Niclas Beckmann, Abteilungsleiter und Rückraum-Leistungsträger der „Ersten“, ist froh, diese Personalien festgezurrt zu haben, liegen doch hinter ihm und den weiteren Verantwortlichen Wochen und Monate, die zahlreiche Hiobsbotschaften brachten. Es begann schon sehr früh in der Saison mit der schweren Verletzung von Maurice Duda, der ebenso wie Lukas Weichelt, Mario Hurlbrink und Alex Nitsch seine Karriere beenden muss bzw. nicht mehr zu Verfügung steht. Dazu kommen die schon feststehenden Abgänge von Marcel Kämmerer, Kevin Plate und Calvin Broscheit, die es nach der Saison allesamt zu den SGSH Dragons II zieht.

Auf der Gegenseite blieb die Suche nach externen Verstärkungen erfolglos: Auf der Habenseite steht bis dato mit Tim Stute lediglich ein junger Keeper aus Hagen.  „Ich hätte wirklich gerne noch ein zweites Jahr dran gehängt. Planmäßig wollte ich hier etwas aufbauen, um die Mannschaft in der nächsten Saison weiterzuentwickeln. Von dem Konzept, was ich vor der Serie entwickelt habe, bin ich nach wie vor überzeugt, aber es sind einfach zu viele Dinge dazwischen gekommen. Ob Verletzungen, eine zu geringe Trainingsbeteiligung - ich will nicht noch einmal alles aufwärmen. Fakt ist, dass mittlerweile klar ist, dass sehr viele Spieler aus diversen Gründen in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen werden und erneut ein nahezu kompletter Neuaufbau bewältigt werden muss. Und dafür stehe ich nicht mehr zur Verfügung, geht der 67-Jährige zum aktuellen Zeitpunkt auch davon aus, „dass die HSG mein letzter Trainerjob sein wird.“

Aus und vorbei: Friedhelm Ziel legt sein Traineramt bei der HSG Lüdenscheid zum Saisonende nieder, will sich aber mit dem Klassenerhalt verabschieden.

Klar ist aber auch, dass Friedhelm Ziel seine Karriere nicht mit einem Abstieg ausklingen lassen möchte. „Ab sofort trainieren Erst- und Zweitvertretung unter meiner Regie gemeinsam, Axel Schürfeld wird mich unterstützen. Damit ist gewährleistet, dass immer genügend Spieler zur Verfügung stehen und ein vernünftiges Training stattfinden kann“, sieht Ziel dies als Grundvoraussetzung an, das Minimalziel Klassenerhalt zu realisieren, denn ursprünglich waren die Ziele ja ganz andere.

Für Schürfeld „eine große Herausforderung" 

Erster Ansprechpartner für Beckmann nach Ziels Demission war mit „Aki“ Schürfeld der Trainer der Reserve. „Für mich ist das natürlich eine große Herausforderung“, brauchte der 48-Jährige eigentlich nicht lange zu überlegen. Dass es bis zu seinem endgültigen Ja dennoch geraume Zeit dauerte, war Gesprächen mit Mühlbauer, Mirus und auch Spieler-Routinier Daniel Adam geschuldet, „denn ich wollte mein bewährtes Team dabei haben und auch noch eine Ergänzung, die wir mit Daniel ja auch gefunden haben“.

Am Ende der laufenden Spielzeit wird der einstige Deckungsspezialist Schürfeld vier Jahre lang die Bezirksliga-Reserve der Lüdenscheider trainiert haben, weiß aber, dass es zu seinem Ausklang „ultraschwer“ wird, die Klasse zu halten. „Ich will nicht davon sprechen, dass die Reserve geopfert werden muss: Aber klar ist, dass kurzfristig alle Kräfte gebündelt werden müssen, um die 1. Mannschaft in der Landesliga zu halten“, erklärt Schürfeld. „Von daher werden zumindest Lars Gruber, Robin Plischka, Marcel Weigt und auch Jens Ritthaler hochrücken. Wir trainieren jetzt mit beiden Mannschaften bis zum Saisonende gemeinsam, werden auch in den Osterferien voll durchziehen.“, haben auch für Schürfeld die letzten Saisonspiele absolute Priorität: „Alles weitere wird sich dann zeigen.“

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