Fußball-Kreispokalfinale

Kreispokalfinale: „Ein toller Saisonabschluss“

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Ob Marvin Bonevski heute mitspielen darf, wird RWL-Trainer Martin Rost erst kurzfristig entscheiden. Zumindest gestern war der Ärger noch groß, dass der Angreifer trotz Zusage am Nattenberg zum Landesligisten FSV Werdohl wechseln möchte.

Lüdenscheid/Meinerzhagen - Wenn der Bezirksliga-Vierte RW Lüdenscheid heute Abend im Krombacher-Kreispokalfinale ab 19.30 Uhr auf dem Nebenplatz des Nattenberg-Stadions auf den Westfalenliga-Aufsteiger RSV Meinerzhagen trifft, dann ist schon vor dem Anpfiff klar, dass laut der Durchführungsbestimmungen des Verbandes beide Team in der neuen Spielzeit im Westfalenpokal antreten dürfen. Denn da die Volmestädter als Landesliga-Meister bereits automatisch qualifiziert sind, rücken auch die Bergstädter als Finalgegner nach.

Zwar gehen die Rot-Weißen als Titelverteidiger (6:4-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen Türkiyemspor Plettenberg) und Heimvorteil ins Match, doch die deutliche Favoritenrolle geht ohne wenn und aber an den Kontrahenten.

 „Wer ein Endspiel erreicht, der will es aber auch gewinnen. Und in einem Spiel ist vieles möglich“, möchte RWL-Trainer Martin Rost aus der Außenseiter-Position das Bestmögliche machen: „Die Jungs sind schon seit Wochen heiß auf diese Partie und auch bei mir ist die Vorfreude riesig. Egal, wie das Spiel letzlich ausgehen wird: Es ist für uns mit voller Kapelle ein toller Saisonabschluss.“

Dass er sich gegen das „Starensemble“ des RSV, „der eine herausragende individuelle Klasse auf den Platz bringt“, nicht auf einen offenen Schlagabtausch einlassen möchte, liegt auf der Hand, doch auch auf reines Mauern möchte er sich nicht beschränken. Was ihm vorschwebt, ist vielmehr eine ähnliche Ausrichtung wie im Erstrundenspiel des diesjährigen Westfalenpokal gegen den Holzwickeder SC (1:3), als die Rot-Weißen mit unglaublicher Laufbereitschaft den Westfalenligisten an fast jeder Stelle des Platzes piesackten und dann über schnelles Umschaltspiel zu zahlreichen Möglichkeiten kamen, ehe der Akku in den letzten zehn Minuten leer war.

Ungebrochen ist aber auch der Ehrgeiz beim RSV vor dem 38. Pflichtspiel der Saison 2017/18. „Wir haben eine grandiose Saison gespielt, und diese wollen wir mit dem Pokalsieg als letztem Highlight abschließen“, sagt Meinerzhagens Trainer Mutlu Demir. Wie ernst die Blau-Weißen die Sache nehmen, zeigt der Umstand, dass sie heute mit komplettem Kader am Nattenberg vorstellig werden. Übrigens: Wann und ob die Meinerzhagener überhaupt mal den Kreispokal gewonnen haben, daran kann sich bei den Volmestädtern niemand erinnern. Auch Pokalspielleiter Klaus Scharf als ehemaliges, langjähriges Mitglied konnte nur mutmaßen: „Wenn überhaupt, dann in der 60er-Jahren.“

Besucher müssen heute Abend pauschal 5 Euro bezahlen, Gäste unter 16 Jahren haben freien Eintritt. RWL-Vorstandssprecher Michael Dregger hofft auf mindestens 300 Zuschauer.

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