HSG-Abschiedsstimmung und geballte Routine beim Gast

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Sein letztes Heimspiel im HSG-Trikot bestreitet vor dem Umzug nach Düsseldorf Rückraumspieler Falk-Justus Baberg.

Lüdenscheid - Das vorletzte Saisonheimspiel ist ein besonderes für den Handball-Landesligisten HSG Lüdenscheid: Am Samstagnachmittag verabschiedet sich im Duell mit dem VfL Eintracht Hagen III (17.30 Uhr, Sporthalle am Stadtpark) nach mehr als 15 Jahren im HSG-Dress Falk-Justus Baberg vom Bergstädter Publikum.

Der 26-jährige Rückraumspieler verändert sich beruflich in die Landeshauptstadt Düsseldorf und wird dort auch künftig seinem Hobby Handball nachgehen. „Es wäre natürlich schön, wenn wir zu seinem Abschied noch einmal eine gute Leistung zeigen und ein Erfolgserlebnis feiern“, wünscht sich Trainer Volker Schnippering den doppelten Punktgewinn zum Abschied des „vorbildlichen Sportmannes“ Falk-Justus Baberg.

 Der Coach weiß freilich aber auch, dass er nicht nur die desolate Vorstellung des Vorwochenendes beim Debakel gegen die Volmetaler Reserve aus der Sporthalle am Volmewehr (16:29) aus den Köpfen der Spieler bekommen muss, sondern auch einen Kraftakt der Akteure fordern muss. Denn die HSG kann alles andere als ihre Bestbesetzung aufbieten: Für Rückraum-Shooter Benno Walter, der in der neuen Saison die Schuhe für den Ligarivalen SGSH II schnürt, ist die Saison wegen eines im Volmetal-Match früh erlittenen Bänderanrisses vorzeitig beendet und auch die Zeichen auf ein Comeback von Spielmacher Justus Jaschke (Wadenverletzung) stehen schlecht. „Es wird wohl nicht gehen“. meinte Schnippering, der zudem ohnehin auf seine etatmäßigen Torleute Jörn Bahr und Marvin Kapp sowie Deckungsspezialist Stefan Froitzheim (alle langzeitverletzt) verzichten muss.

 „Natürlich ein gewaltiges Handicap“, weiß der HSG-Coach, zumal die Grün-Gelben aus Hagen eine ganz klare Direktive derart ausgegeben haben, dass die „Dritte“ die Landesliga erhalten muss. Zu diesem Zweck hat Eintracht tief im Spielerfundus „gegraben“ und mit Jörn Ilper, Levent Cengiz, Alexandros Katsigiannis und Thomas Osebold jede Menge höherklassige Erfahrung und Qualität an die Oberfläche geholt, die zu Garanten für einen erfolgreichen Kampf gegen den Abstieg werden sollen. Borussia Höchsten avancierte beim 31:37 am Vorwochenende zum jüngsten „Opfer“ der personellen Hagener Aufrüstung, die auch der HSG das Leben sehr schwer machen dürfte.

HSG: Rohr, Wernscheid – Winkhaus, Bölling, Fenner, Kroll, Elverfeld, Miossec (?), Lausen, Baberg, Füller

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