Kartslalom-Nachwuchs ist heiß

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Das Kartslalom-Team des AC Lüdenscheid fiebert dem Start einer verkürzten Saison entgegen.

Lüdenscheid – Die ersten Rennen sind zwar abgesagt, aber es herrscht – unter Corona-Schutzmaßnahmen – reges Treiben auf dem kleinen Parkplatz oberhalb des Schießstandes des Bürger-Schützen-Vereins am Samstagmittag. Zeichen, dass in motorsportlicher Hinsicht nicht nur die Formel 1 in den schweren Pandemiezeiten wieder erste „Lebenssignale“ von sich gibt.

An der Hohen Steinert trainiert die Jugend des ADAC-Ortsclubs AC Lüdenscheid, die die Hoffnung auf eine, wenn auch verkürzte Saison im Kartslalom und Youngster-Cup noch nicht aufgegeben hat und in ihrer Hoffnung von der Dachorganisation, dem großen Automobil-Club, gestützt wird.

„Es wird noch einige Videokonferenzen geben und hat auch schon Kontakte gegeben, in denen die einzelnen Regionen und Clubs aus Westfalen ihre Vorstellungen erläutert haben bzw. werden“, sagt Holger Niklas, Vorsitzender des AC Lüdenscheid, der seit Jahren die Kartjugend in der Bergstadt mit viel Engagement fördert. Ursprünglich hatten die Bergstädter den vorletzten westfälischen Vorlauf zur Meisterschaft in der Region Mitte ausrichten sollen, nunmehr stehen aber die Zeichen auf eine verkürzte Motorsportsaison mit weniger Rennen.

Sechs statt acht Vorläufe oder eventuell zwei Doppelveranstaltungen an je einem Wochenende hatte der ADAC im ersten Meinungsbild vorgeschlagen, dazu ein einziges Westfalenfinale statt derer drei Läufe. Und die NRW-Meisterschaft sollte ebenso wie der Bundessendlauf ein Corona-Pandemie-Opfer werden und komplett entfallen. Die örtlichen Ausrichter sollen zudem Einhalten der Corona-Verordnungen garantieren und auf jegliches Catering an den Renntagen verzichten. „Dafür hatte der ADAC eine zumindest kleine finanzielle Entschädigung in Aussicht gestellt“, meinte Thorsten Bohmann, der zweite Vorsitzende des ACL. Auch Termin- und Ausrichtervorschläge hatten der Dachorganisation schon vorgeschwebt, sind nach einem Meinungsbild bei den Clubs aber wieder gekippt worden.

Geblieben ist die Grundidee von weniger Läufen. „Aber noch steht alles in den Sternen“, bringt’s Thorsten Bohmann auf den Punkt und hofft wie Holger Niklas auf eine baldige Einigung auf Westfalenebene. „Die Jungs warten nämlich schon auf das Startsignal“, weiß Holger Niklas um die Ungeduld der jungen ACL-Klientel. Deshalb war es auch wichtig, dass wir frühzeitig mit dem Training beginnen konnten. Dank schneller und unbürokratischer Hilfe durch das Ordnungsamt der Stadt sind wir nun schon seit einigen Wochen unter Berücksichtigung der Schutzmaßnamen wieder auf der Piste, wobei weniger schon akribisches Training gefragt ist als dass die Jungens wieder ihre Runden drehen können“, sagt Holger Niklas.

Deshalb ist an diesem Samstag auch ein flüssiger Kurs gesetzt für die Kartslalom-Piloten, die nach einem umzugsbedingten Abgang und dem Einstieg von Youngster Maarten Postma in die Klasse eins weiter acht Köpfe zählen. Das Gefühl für die Karts zurückgewinnen ist das vorsaisonale Ziel von Trainer Holger Anders und Sportwart Erik Postma.

Doch Fahrer und Verantwortliche sind beileibe nicht unter sich: Die ACLer hatten um einen Arbeitseinsatz gebeten und so waren etliche Helfer erschienen, um den kleinen Platz und die Umlage in einen sehenswerten Zustand zu versetzen. „Unser kleines Dankeschön an den Bürgerschützenverein, der uns den Platz zur Verfügung stellt“, erläutert Holger Niklas. Eine saubere Anlage machte sich aber auch eine Woche später gut, als ein ADAC-Kamerateam die akribische Arbeit der ACL-Jugend mit den clubeigenen Karts an der Hohen Steinert begleitete und den fahrerischen Nachwuchs aus der Bergstadt wie die Großen des Motorsports ins Rampenlicht rückte.

Klar ist – alle sind ungeduldig, warten und hoffen auf den Saisonstart nach den Sommerferien.

Youngster-Cup

Mit ähnlich vielen Fragezeichen wie der Kartslalom ist auch der Youngster-Cup für die älteren Jugendlichen mit dem Mazda 2 versehen, an dem sich in der neuen Saison dann fünf ACL-Piloten beteiligen möchten: Einsteiger Yannik Bohmann, Jan Anders, Timo Auras, Frederik Schneider und Jan-Philipp Niklas.

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