Handball-Landesliga

Ohne Harz keine Punkte

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Beklagt eine Wettbewerbsverzerrung durch Haftmittelverbot in einigen Sportanlagen: HSG-Coach Friedhelm Ziel.

Ennepetal - „Schwarzer Sonntag“ für die HSG Lüdenscheid: In der Reichenbach-Halle in Ennepetal musste sich das Landesligateam von Trainer Friedhelm Ziel im Liga-Kellerduell der – allerdings auch heimstarken TG Voerde – klar mit 23:31 (11:15) beugen.

Damit stecken die Bergstädter als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz fest und haben den direkten Kontakt zum ersten Nicht-Abstiegsrang bei drei Zählern Rückstand schon ein Stück weit verloren. „Wir haben einfach ein Riesenproblem mit harzfreien Hallen. Die grundverschiedenen Voraussetzungen in der Liga sind für mich eine glatte Wettbewerbsverzerrung“, ärgerte sich der Handball-„Professor“ nach der Schlappe in Ennepetal über die äußeren Umstände, nachdem seine Mannschaft ohnehin gehandicapt in die Partie gegangen war.

Neben Spielmacher Lukas Weichelt fehlte nämlich mit Phil Bieker (erkrankt) auch der zweite Tempospezialist, zudem hatte ein Kommunikationsproblem zur Annahme geführt, dass Torjäger Phil Lausen nicht mit von der Partie sein könne. Der deshalb eigens aktivierte Marcel Weigt aus dem Bezirksligateam musste dann aber doch nicht als Alternative gezogen werden.

Zu Beginn kaschierten die HSGer ihre Probleme im Umgang mit dem ungeharzten Spielgerät noch ganz gut, bewegten sich bis zum 10:10 (22.) stets auf Augenhöhe mit den Gastgebern. Nach HSG-Meinung bog Tabellennachbar TG auf Erfolgskurs, als es ihm gelang, immer wieder die Kreisläufer Thomzig und Stratmann gegen den Lüdenscheider Innenblock mit Hurlbrink. Beckmann und Nitsch – gerade über Letzteren – hoch anzuspielen. Die HSG-Abwehrspieler beklagten ständig vorangegangene Foulspiele, „aber die haben die Schiedsrichter offenbar nicht bemerkt“, haderte Ziel auch mit der Spielleitung. So wechselten die Hausherren mit einer 15:11-Führung die Seiten.

Die HSG hatte auch nach Wiederbeginn immer wieder mit dem Nachfassen an den Spielball zu kämpfen, beklagte deshalb fehlende Passgeschwindigkeit und Präzision. Zwar kämpfte sie sich durch Hahns Treffer zum 19:21 (47.) nochmals auf Schlagdistanz heran, aber als Voerde wieder auf vier Tore zum 23:19 davonzog, schwand bei der HSG der Glaube an die Wende, und sie gab sich regelrecht auf.

TGV:  Fabiunke, Jarosch – Thomzig (2), D. Riebeling (9/3), F. Riebeling (2/1), Frowein (7), Pagenkämper (1), Apitius, Dössler (2), Stratmann (4), Eisenberg (1), Seeland (3)

HSG:  Kämmerer, Ferizi – Hurlbrink (3), Plate (6/1), Beckmann (1), Mühlbauer, Hahn (3), Lausen (8), Fenner (2), C. Broscheit, Nitsch

Schiedsrichter: Schubert/Soyck (Kierspe/Siegen)

Zeitstrafen:  TGV 2, HSG 6

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