Hobbysportler mit viel Ehrgeiz beim Sportabzeichen

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262 Sportabzeichen im Jahr 2013: Obmann Manfred Schulz (rechts) und seine Kollegen hatten alle Hände voll zu tun.

LÜDENSCHEID - 262 Jugendliche und Erwachsene haben im Jahr 2013 am Nattenberg das Sportabzeichen erfolgreich abgelegt. Mit Vorfreude blickt der Obmann Manfred Schulz nun auf die Verleihung am Samstag, 8. Februar, ab 10 Uhr, im Rathaus.

Von Emanuel Holz

Seit 24 Jahren geht Manfred Schulz, seit dem Jahr 2000 auch als Prüfer aktiv, mit gutem Beispiel voran und legt selbst das Abzeichen ab. „In 2014 will ich die 25 vollmachen, gerade weil ich dann in der Altersklasse ab 70 Jahre antrete.“ Denn nach der Reform des Sportabzeichens anlässlich des 100. Geburtstags im Jahr 2013, werden die Teilnehmer in Altersklassen eingeteilt und die Anforderungen entsprechend angepasst. Die Leistungen in den Bereichen Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination, werden in Punkte umgerechnet. Die Sportabzeichen in Bronze (4-7), Silber (8-10) und Gold (11-12) vergeben. „Das System ist fairer und leistungsbezogener. Früher hat man ab 45 Jahren das Abzeichen automatisch in Gold abgelegt“, berichtet Schulz.

Nicht nur der sportliche Aspekt ist dem Obmann wichtig, sondern auch die Gemeinschaft zwischen Jung und Alt. Die jüngste Absolventin war die sechsjährige Maren Stawinski, Martin Dißmann mit 80 Lenzen der älteste Teilnehmer. Rekordhalter ist Udo Freund, der das Sportabzeichen stolze 55 Mal mit Erfolg abgelegt hat.

Seit 2013 gibt es das „Familien-Sportabzeichen“, bei dem mindestens ein (Groß-) Elternteil und ein Kind/Enkel auf Punktejagd gehen. „In den Sommerferien haben sogar Großeltern aus Lüdenscheid mit ihren Enkeln aus Italien das Abzeichen gemacht. Wir sind quasi international“, frohlockt Schulz.

„Es macht mir Spaß, mit den Leuten zu arbeiten und es ist schön zu sehen, wie die Sportler um jeden Punkt kämpfen.“ Auch Menschen mit Behinderung können das Sportabzeichen ablegen. Für Menschen mit Handicap gibt es einen zusätzlichen Prüfer, der die restlichen zwölf unterstützt. „Da sind tolle Sportler dabei. 2013 war jemand schon zum dritten Mal in Folge bei uns,“ so Schulz.

Auch 2014 will Manfred Schulz mit „Gold“ bestehen: „Dafür habe ich neben dem Fahrradfahren sogar hinter dem Haus Seilchenspringen geübt“, sagt er schmunzelnd.

Die Erfolgsquote im Jahr 2013 lag übrigens bei guten 74 Prozent.

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