Vom SV Ottfingen beeindruckt und  angesteckt

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Vom sportlichen Leiter Thomas Dregger über Teamkollegen auf dem Platz und auf der Bank über Zuschauer bis hin zum Minikicker: Alle wollten Hendrik Dunkel nach seiner tollen Vorarbeit zum späten RWL-Ausgleich schier erdrücken, Torschütze Redouane El Alami (Dritter von rechts) bedankte sich für das zehnte Saisontor derweil bei „Kopfball-Verlängerer“ Roman Klukowski.

Lüdenscheid - Zwar nicht überzeugt, aber im Schlussspurt den fehlenden Punkt zur Tabellenführung gesichert: Das 2:2 gegen einen enorm kampfstarken SV Ottfingen beschert den Lüdenscheider Rot-Weißen am Sonntag den absoluten Ligaschlager, wenn die Sadowski-Elf beim punktgleichen Verfolger FSV Gerlingen auf dem gefürchteten Bieberg zu Gast ist.

Der Rot-Weiß-Trainer Marco Sadowski aber wird sich von der Spitzenstellung seiner Mannschaft nicht blenden lassen, sich vielmehr auf die Dinge konzentrieren, die ihm im Duell mit den Schwarz-Gelben aus Ottfingen nicht in den Kram gepasst hatten, um eine Wiederholung – soweit möglich – zu verhindern.

Fehler passieren natürlich, lassen sich nicht generell ausmerzen. Doch die Konzentrations-Patzer vor beiden Gegentoren hatten den Coach schon gewurmt, fielen unter die Kategorie „eigentlich unnötig“. Aber „Mister Zuverlässig“ auf der Innenverteidigerposition, Mark Sattler, hatte diesmal keinen guten Tag erwischt, sich nicht nur beim frühen Rückstand förmlich „verflogen“ und kurz vor der Pause Keeper Jonas Brackmann fast mit einer Kopfballrückgabe bezwungen, sondern leistete sich auch ungewohnt viele Abspielfehler. Vor dem zweiten Treffer dann war der ansonsten überragende Hendrik Dunkel einmal nicht schnell genug mit seinem Gegenspieler eingerückt, zudem ließ Torwartriese Jonas Brackmann den Schuss von Valido durch die Hände rutschen.

Weit mehr aber als diese individuellen Patzer ärgerte Marco Sadowski, dass sich seine Mannschaft von der robusten Spielweise der Ottfinger beeindrucken und anstecken ließ. Redouane El Alami und die „falsche 9“, Yasin Güzelcümbüs, taten sich gegen die Gästeabwehr-Hünen Meik Finke und vor allem aber Yasin Colak mehr als schwer. Kein Wunder, dass Letzterer dem Vernehmen nach angeblich auf der Wunschliste von Nuri Sahin und seinem Trainerduo beim RSV Meinerzhagen stehen soll, um die Innenverteidigung der Volmestädter schon zur Rückrunde entscheidend zu verstärken.

RWL jedenfalls war beeindruckt, fand lange kein Durchkommen. In erster Linie, weil die Bergstädter diesmal die Flügel – der formschwache Kapitän Matthias Urbas musste schon zur Pause Platz machen für Patrick Klatt, der in die Spitze ging – vernachlässigten und auch im Spielaufbau nicht mit gewohntem Kurzpassspiel, sondern vielen langen Bällen agierten, die gegen die konzentrierte SVO-Defensive kein probates Mittel waren. Letztlich reichte es aber doch noch zum Punkt, mit dem die Verantwortlichen angesichts des Spielverlaufs durchaus zufrieden waren und der ihnen das erhoffte Gipfeltreffen beschert.

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