Handball, Landesliga-Splitter

HSG will drohenden Fehlstart abwenden

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Keeper Marvin Müller musste sich einer Knie-Arthroskopie unterziehen und fällt für vier Wochen aus.

Kreisgebiet - Die drei Landesligamannschaften aus dem Südkreis treten zum 3. Spieltag an. Die noch sieglose HSG Lüdenscheid empfängt die HSG Schwerte/Westhofen, TS Evingsen ist zu Gast bei der Drittvertretung vom VfL Eintracht Hagen und die HSV Plettenberg/Werdohl reist zur SG Ruhrtal. Die Spiele im Einzelnen:

HSG Lüdenscheid - HSG Schwerte/Westhofen (Samstag 17.30 Uhr, BGL-Halle): Das sportliche Horrorszenario mit fünf drohenden Auftaktniederlagen noch immer vor Augen, will Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid den Rückenwind des heimischen Publikums am Samstagnachmittag aber nutzen, um ab 17.30 Uhr gegen die HSG Schwerte/Westhofen das Schreckgespenst aus der BGL-Halle zu verjagen. Zwar gibt’s im Lager der Bergstädter weiter personelle Sorgen, weil neben Langzeitausfall Marcel Fenner nun auch Torhüter Marvin Müller nach einer Knie-Arthroskopie für rund einen Monat passen muss und auch der Einsatz von Abteilungsleiter Niclas Beckmann aus dienstlichen Gründen (BVB-Heimspiel) so gut wie ausgeschlossen ist, zudem ist Bieker angeschlagen.

Doch es regiert im HSG-Aufgebot das Prinzip Hoffnung. „Das Team hat die Fehler aus dem Villigst-Spiel analysiert und wir sind sicher, dass es ihr nicht passieren wird, dass sich der Gegner aus acht Metern beinahe ungehindert die Ecke aussuchen kann, wie es dort der Fall war“, erwartet Manager Michael Mirus zumindest auch im Deckungsbereich eine deutliche Steigerung des Teams, „das motiviert und lernbegierig ist.“ „35 gute Minuten“ bescheinigt Mirus der Mannschaft selbst beim Debakel in Villigst (29:40), weiß aber auch um die „tödlichen“ Leistungsschwankungen während einer Partie. „50 bis 55 konzentrierte Minuten sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Auftritt gegen Schwerte“, mahnt Mirus gemeinsam mit Chefcoach Aki Schürfeld an. „Aber wir haben erneut ein dickes Brett zu bohren“, betont er die Qualitäten der Schwerter mit den pfeilschellen Außen Denissov und Gurol, der Rückraumdurchschlagskraft mit Paukstadt, Brass, Thäsler und Co. , dem deckungsstarken Kreisläufer Decker und Keeper Evangelou. „Der hat uns in der Vorsaison allein den Nerv geraubt“, erinnert sich Mirus.

Aber – Bangemachen gilt nicht, die Gastgeber-HSG kann gegen einen vermeintlich zu starken Gegner eigentlich nur positiv überraschen und möchte erste Punkte sammeln, sich womöglich im Winter sogar nochmals verstärken, um den Ligaerhalt nicht in dieser Saison zu verspielen

 

VfL Eintracht Hagen III - TS Evingsen (Samstag 17 Uhr, Sporthalle Wehringhausen):  Nach der gelungenen Heimpremiere in dieser Spielzeit steht für die Mannschaft von Trainer Sascha Schmoll die nächste Auswärtspartie auf dem Programm. Am Samstag (17 Uhr) treten die Burgstädter bei der Drittvertretung vom VfL Eintracht Hagen an – nicht wie sonst üblich in der Sporthalle Mittelstadt, sondern in Wehringhausen.

Während die Schmoll-Sieben mit einer gemischten Bilanz von einem Sieg und einer Niederlage in die Partie gehen wird, haben die Hagener beide Spiele in dieser Saison verloren und stehen dementsprechend schon unter Druck. Die Evingser werden den Gegner keinesfalls unterschätzen, auch wenn die Wojtek-Sieben im ersten Spiel den Ruhrtalern mit zehn Treffern unterlag (25:35). Jenem Gegner, den die TSE am letzten Wochenende mit 34:31 niederrang.

„Das ist eine Wundertüte, wir wissen nicht, wer da auf der Platte stehen wird“, erklärt Schmoll und weist auf die hohe Fluktuation im Hagener Kader hin. Aber die zwei Zähler wollen die Evingser definitiv mit nach Hause nehmen, zumal noch eine Rechnung aus der vorherigen Saison offen ist, als die TSE-Spieler in Hagen mit 26:29 den Kürzeren zogen.

„Da haben wir eine unserer schlechtesten Saisonleistungen gezeigt, das wollen wir wieder wett machen. Aber dafür müssen wir dagegenhalten und über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung abrufen“, gibt der TSE-Übungsleiter eine klare Marschroute aus. Personell greift Schmoll bei dem „Unternehmen Auswärtssieg“ erneut auf Benedikt Fink zurück, der wie in der letzten Woche von seinem Zweitspielrecht Gebrauch machen wird. Ob Christian Becker und Marc Rohrsen mit von der Partie sind, steht noch auf der Kippe.

Den Schwung aus dem siegreichen Spiel gegen Ruhrtal wollen die TSE-Akteure definitiv mitnehmen. „Der Erfolg war wichtig, weil wir uns als Mannschaft präsentiert haben“, hofft Schmoll auf eine ähnlich geschlossene Vorstellung in einer ungewohnten Halle.'

SG Ruhrtal - HSV Plettenberg/Werdohl (Samstag 19.30 Uhr, Ruhrtalhalle Arnsberg-Oeventrop):  „Vom Papier her sind wir Favorit und nehmen diese Rolle auch an, aber das wird kein leichter Ritt für uns“, fährt Trainer Kai Henning mit einer gehörigen Portion Respekt am Samstag zum Auswärtsspiel der HSV Plettenberg/Werdohl beim Aufsteiger SG Ruhrtal (19.30 Uhr, Ruhrtalhalle Arnsberg-Oeventrop). „In der kleinen Halle wird sicher ordentlich Stimmung herrschen und Ruhrtal wird dort alles in die Waagschale werfen. Die Mannschaft ist nicht schlecht besetzt und spielt einen guten Ball“, weiß Henning, obwohl er die SG noch nicht persönlich in Augenschein nehmen konnte.

Doch der klare 35:25-Startsieg der Ruhrtaler gegen den VfL Eintracht Hagen III nötigt den angesprochenen Respekt ab, auch wenn der Neuling anschließend bei der TS Evingsen mit 34:31 verlor. Bei diesem Spiel kam die SG nach einem Sieben-Tore-Rückstand und der Umstellung auf eine offensive Deckung fast noch einmal heran. Beleg dafür, dass der Aufsteiger auch konditionell gut dabei ist.

Mit der TSE und der SG trafen zwei Teams aufeinander, in deren Hallen Haftmittelverbot besteht. „Ich bin ganz froh, dass wir gegen Beide schon in der Hinserie auswärts spielen müssen, dann haben wir diese Partien weg“, sagt Henning. Ohne Harz zu spielen, sei für viele Spieler eine „Riesenkopfsache. Darauf kann man sich ganz schlecht vorbereiten. Entscheidend wird sein, was im Kopf passiert“, so Henning. Die im ersten Heimspiel gegen die TG Voerde nahezu komplette HSV wird am Samstag nicht alle Spieler an Bord haben. Die beiden in der zweiten Halbzeit eingewechselten und gleich hervorragend einschlagenden Maximilian Rose und Fabian Gerth fehlen aus privaten Gründen.

Ein Fragezeichen steht noch hinter Markus Winkelsträter, der sich gegen Voerde einen Finger verletzte, es aber gestern Abend beim Training versuchen wollte. „Ich hoffe einfach mal, dass er spielen kann“, sagt Henning, „sonst werden wir improvisieren müssen.“ Filip Lukic und Leon Kreikebaum, die vergangenen Samstag angeschlagen nur auf der Bank Platz nehmen durften und keine Einsatzzeiten erhielten, haben gut trainiert und werden in Oeventrop ihre Chance bekommen. Der langzeitverletzte Michel Lengelsen wärmte sich gegen Voerde zwar mit dem Team auf, ist aber noch kein Thema. Henning: „Das macht noch keinen Sinn. Er fällt sicher noch bis Ende des Jahres aus.“

 

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