Handball

HSG findet Schlüssel zum Sieg in der Auszeit

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Neun Tore im Duell mit dem Namensvetter: Phil Lausen.

Lüdenscheid - Nach einem tollen Kampfspiel haben die Landesligahandballer der HSG Lüdenscheid mit den lautstarken Fans im Rücken dank eines letztlich klaren 38:31(18:14)-Erfolges über die HSG Schwerte/Westhofen ihr Punktekonto ausgeglichen.

Die Namensvettern lieferten sich von Beginn an ein sehr intensives Match, in das die von Co-Trainer Felix Kroll betreute wesentlich besser hineinfand. Sie agierte mit viel Tempo, was den Gästen, die mit dem reaktivierten Hengstenberg und bis auf Denissov in Bestbesetzung angereist waren, wenig schmeckte. Vor allem über den Kreis fanden und nutzten die Bergstädter (Hurlbrink und Nitsch) Gästedefizite im Spieltempo im Abwehrzentrum zur frühen 6:2-Führung (6.).

Dank der Schussvariabilität vom Ex-Lüdenscheider Gurol von der Rechtsaußenposition, eines durchsetzungsstarken Paukstadt und zwei früher Zeitstrafen gegen den aggressiven Füller auf der Deckungsspitze und Lausen, kämpfte sich der Gast von der Ruhr zurück ins Spiel, war beim 8:7 (14.) wieder voll im Geschäft. Doch Lausen und Co. bissen zurück: Über 11:8 (17.) und 15:11 (25.) ging das wie aus einem Guss aufspielende Kroll-Team auch mit einem Vier-Tore-Vorsprung (18:14) in die Kabine.

Nach Wiederbeginn sah es bis zum 21:16 durch Lausen (35.) weiter rund aus, ehe der Lauf der Hausherren durch die Manndeckung gegen eben den Torjäger dann gehörig ins Stocken geriet: Das Quass-Team profitierte von Ballverlusten und nicht gut vorbereiteten Abschlüssen der Lüdenscheider, holte Tor um Tor auf, weil vor allem auch Ex-Profi Brass nun nicht entscheidend an seinen langen Wechseln gehindert wurde und Kämmerer Rätsel aufgab.

Beim 25:25 glich Paukstadt zum zweiten Mal in der Partie aus (45.), die Lüdenscheider nahmen eine Auszeit. In der fanden sie den Schlüssel zum Sieg: Trainer Kroll nahm Lausen vom Feld und hatte richtig spekuliert, dass der Gast auf eine Manndeckung gegen einen anderen Bergstädter verzichten würde. Zudem machte sich neben dem Feld Zweitkeeper Ferizi warm, unübersehbares Signal an Torhüter Kämmerer. Und diese Maßnahmen griffen, Kämmerer parierte nun gewohnt schwere Bälle, auf dem Feld nutzte vor allem Beckmann seine Freiräume, um das Spiel anzukurbeln, die schnellen Fenner und Füller im Rückraum brachten die Gästeabwehr zusehends wieder in Bewegung und Schwierigkeiten.

Fenner traf zum 28:26 und als Lausen zurückgekehrt war und wieder kurz genommen wurde, nutzten die Lüdenscheider den Platz vor dem Schwerter Kreis wieder effizient: Mit Bölling stach plötzlich auch der Rückraumlinkshänder, er und vor allem auch der Samstag herausragende Broscheit schnürten konsequent den Sack zu, obwohl Schwerte bis hin zur offenen Manndeckung alles probierte, um den Rückschlag im Kampf um den Ligaverbleib zu verhindern.

Lüd.: Kämmerer, Ferizi (n.e.) - Bölling (3), Hurlbrink (5), Füller (1), Plate (5/2), Beckmann (3), Lausen (9), Lenz, Fenner (2), Broscheit (7), Nitsch (3), Gruber (n.e.)

Schwerte/W.:  Evangelou (1.-25.), Krüner (ab 25.) - Yaltzis (1), Gurol (6), Paukstadt (11/3), Decker (2), Schroeter (1), Hengstenberg, Brass (5), Tessarek, Schlütz (1), Linnemann (2), Kämper (2)

Schiedsrichter: Hallmann/Kaschube (Hagen)

Zeitstrafen: Lüd.: 4, Schwerte: 1

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