RWL geht selbstbewusst ins Gerlinger Schlagerspiel

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Viel Flügelpower, hier Außenverteidiger Hendrik Dunkel (rechts) wird von den Rot-Weißen im Spitzenspiel beim FSV Gerlingen auf dem Bieberg gefordert sein.

Lüdenscheid - Mehr Gipfel geht nicht und das elektrisiert: „Wir freuen uns auf das Spiel“, blickt Rot-Weiß Lüdenscheids Trainer Marco Sadowski auf den Bezirksligaschlager des Spitzenreiters am Sonntag (15 Uhr, Bieberg-Stadion) beim punktgleichen Verfolger FSV Gerlingen.

Zwar betont der RW-Coach noch den frühen Saisonzeitpunkt, doch die gemeinsame Tabellenführung nach neun Spieltagen hat doch schon eine gewisse Aussagekraft. Zumal es nicht nur nach Trainermeinung zum interessanten Vergleich der Systeme kommen dürfe: Dort Verfolger Gerlingen, der auf eine stabile Defensive baut und erst ab etwa Mittellinie attackiert, um dann mit schnellem Umschaltspiel den Erfolg zu suchen und hier die hoch pressenden RWLer, die Offensivqualität auch am Sonntag in die Waagschale werfen wollen. „Vermeintlich stärkste Abwehr der Liga gegen statistisch stärksten Angriff, das könnte sehr interessant werden“, sieht Sadowski dem Duell mit Respekt und großer Spannung entgegen.

Sechs Gegentore haben sich die Schützlinge von Trainer Paul-Heinz Brüser bislang erst eingefangen. Die Viererkette um seinen Sohn Florian und Co-Trainer Dirk Hennecke, der RWL beim 2:2 gegen Ottfingen unter die Lupe nahm, ist im Verbund mit den konsequent auch defensiv arbeitenden Mittelfeldakteuren das Prunktstück des FSV. Da ist RWL dringend anzuraten, nicht wieder ins Spiel der „langen Bälle“ wie gegen den SVO zu verfallen, sondern mit hoher Laufbereitschaft das Kurzpass- und vor allem auch Flügelspiel zu forcieren, um in den Rücken der Abwehr zu gelangen.

„Gerlingen hat sicher viel Qualität, aber wir auch“, geht Sadowski zuversichtlich in den Vergleich, beklagt aber eine suboptimale Trainingswoche. „Einigen angeschlagenen Spielern habe ich eine vorsorgliche Pause verordnet“, sagt der Coach und meint die angeschlagenen Redouane El Alami, Timo Sommer, Gürkan Besirlioglu und Mark Sattler, hofft aber, dass sie auflaufen können. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem erkrankten Routinier Lars Scheerer. Offensivwirbelwind Yasin Güzelcümbüs (privat verhindert) fällt auf jeden Fall aus. Da hat’s Gegenüber Brüser leichter, der nur auf Langzeitausfall Andreas Zeppenfeld verzichten muss. Sorgen bereitet noch der angeschlagene Chris Hardenack, dafür ist Stürmer Joel Stamm erstmals nach Ablauf seiner Sperre wieder dabei. Personalien, die ebenso für den Gastgeber sprechen wie die Statistik der vergangenen Jahre: Der letzte Punktgewinn von Rot-Weiß am Bieberg liegt drei Jahre zurück. In der Gemeinde Wenden spielte RWL in der vergangenen Saison fünf Mal und verlor alle Spiele. Nach Altenhofs Aufstieg sind vier Klubs aus der Flächengemeinde verblieben, bislang spielte RWL in Rothemühle – und verlor. „Auf solche Statistiken gebe ich nicht viel, wie haben auch ein anderes Team als im Vorjahr“, wischt Sadowski alle Unkenrufe beiseite, „ich will zumindest einen Punkt holen.“

RWL: Brackmann, Forkel – Dunkel, Sattler, Besirlioglu, Katsaros, Ndoumi Kemadjou, Sommer, Scheerer, Klatt, El Alami, Urbas, Schönrath, El Hadje, Maatalla, Adams

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