Sportpolitik

Lüdenscheid öffnet die Sportplätze wieder für den Trainingsbetrieb

Junger Fußballtorwart bei Parade
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Zurück auf den Trainingsplatz: Die Nachwuchsfußballer dürfen auch in Lüdenscheid in der nächsten Woche durchstarten. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) hat am Donnerstag grünes Licht für die Öffnung der Sportplätze gegeben.

Lange hat es gedauert, nun ist die Entscheidung da: Auch in Lüdenscheid ist ab Pfingstdienstag wieder Sport auf den öffentlichen Sportplätzen erlaubt. Die jungen Fußballer, aber auch Aktive anderer Sportarten stehen in den Startlöchern.

Lüdenscheid – Am Donnerstag gab der SAE (Stab für außergewöhnliche Ereignisse) in Lüdenscheid grünes Licht, am Freitag blieb die Sieben-Tage-Inzidenz im Märkischen Kreis am fünften Werktag in Folge unter der 100er-Grenze: Ab Dienstag dürfen auch in der Bergstadt die Sportler damit zurück auf die öffentlichen Sportanlagen (Sportplätze und auch Bolzplätze). Die Sporthallen allerdings bleiben geschlossen.

Zur Erinnerung: Übungsstunden mit bis zu fünf Kindern bis 13 Jahre wären auch bisher schon durch die Corona-Schutzverordnung gedeckt gewesen, doch in Lüdenscheid hatte der SAE die öffentlichen Sportanlagen dafür noch nicht freigegeben. Dies hatte – gerade mit Blick auf die Öffnung der Musikschulen – deutliche Kritik gegeben.

In seiner Sitzung am Donnerstag lenkte der SAE ein. Nach Pfingsten werden die Sportplätze wieder geöffnet sein, was nicht nur für die Fußballer eine gute Nachricht ist. Auch Hand- und Basketballer hatten bereits mit dem Fachdienst Schule und Sport Konzepte für einen Trainingsbetrieb unter freiem Himmel entwickelt, werden also mit dem Nachwuchs auch durchstarten.

Lüdenscheid öffnet die Sportplätze wieder für den Trainingsbetrieb

Was nun bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 möglich ist, ist zum Beispiel kontaktfreier Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Personen. Aber eben auch Kontaktsport unter freiem Himmel in Gruppen von bis 20 Kindern bis (einschließlich) 14 Jahre. Bei Kontaktsport gelten ansonsten die Regelungen der Kontaktbeschränkung: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen zusammen trainieren. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Die Ausübung von Kontaktsport ist auch Einzelpersonen mit einem Ausbilder gestattet.

Jetzt freuen wir uns, die Sportstätten zu öffnen – und zwar mit einem guten Gefühl!

Sebastian Wagemeyer (Bürgermeister in Lüdenscheid)

Was die Stadt Lüdenscheid darüber hinaus mitteilt: Da diese Regelungen ausschließlich für den Sport unter freiem Himmel gelten, bleiben die Dusch- und Waschräume, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstige Gemeinschaftsräume vorerst geschlossen. An den Anlagen wird lediglich eine „Nottoilette“ zur Verfügung stehen. Die Stadt Lüdenscheid reagierte auf die Kritik, dass man die öffentlichen Sportanlagen relativ spät wieder öffnet, mit dem Verweis auf die „über lange Zeit sehr hohen Infektionszahlen im Märkischen Kreis und speziell in Lüdenscheid“. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer stellt fest: „Jetzt freuen wir uns, die Sportstätten zu öffnen – und zwar mit einem guten Gefühl!“

Wieder bis zu 500 Zuschauer erlaubt, aber nur auf Sitzplätzen

Dass nun zudem bei Sportveranstaltungen wieder Zuschauer erlaubt sind (nur auf Sitzplätzen, nur bei negativem Testergebnis, bis einer 20-Prozent-Kapazität, maximal 500 Plätze) ist zumindest als Option für die Deutschen Meisterschaften im Reiten Anfang Juni in Balve eine gute Nachricht. Daneben gibt es kaum Veranstaltungen, die der Sport in der Region aktuell anbietet.
Auch in den Lüdenscheider Nachbargemeinden Herscheid und Schalksmühle tut sich etwas: Aus Herscheid verlautet, dass die Kommune wohl auch in der nächsten Woche den Sportplatz Müggenbruch wieder für den Trainingsbetrieb freigeben wird. Die Vereinssportler zeigten sich am Freitag optimistisch.

In Schalksmühle war der Sportplatz Kuhlenhagen zuletzt bereits für das Training von Kleingruppen (fünf Personen bis 13 Jahre) geöffnet worden. Ab Dienstag dürfen damit nun auch wieder größere Gruppen dort trainieren. In der nächsten Woche soll in der Volmegemeinde diskutiert werden, ob noch weitere Öffnungsschritte sinnvoll sein könnten.

Nattenberg-Freibad: Der Außenbereich bleibt noch zu

Besondere Regeln gelten darüber hinaus laut Corona-Schutzverordnung des Landes NRW für Freibäder und Hallenbäder. Freibäder dürfen öffnen – allerdings nur „zum Zwecke der Sportausübung“. Schwimmer müssen ein offiziell bestätigtes negatives Corona-Testergebnis vorlegen. Maximal 20 Kinder dürfen in der Schwimmausbildung für Anfänger oder im Kleinkinderschwimmen unterrichtet werden. Freibäder müssen die Anzahl der Besucher begrenzen. Liegewiesen und Spielbereiche dürfen nicht genutzt werden. Das Nattenberg-Schwimmbad wird den Freibad-Bereich zunächst noch nicht öffnen. Hallenbäder dürfen öffnen für Kurse der Anfängerschwimmausbildung und Kleinkinderschwimmkurse. Hierbei sind jeweils maximal fünf Kinder zugelassen.

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