"Blitze" am Football-Himmel

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Die "Blitze" zucken künftig über den Football-Himmel in der Bergstadt.

Lüdenscheid – „Lüdenscheid Lightnings“. Noch nie gehört? – Kein Wunder, schließlich bereiten eine Handvoll Lüdenscheider und Schalksmühler Enthusiasten erst einen neuen Versuch vor, die Kreisstadt im Märkischen Süden als dauerhaften Standort für American Football zu etablieren. Ein hoffnungsvoller Versuch aber, denn die Männer um den Vorsitzenden Max Unterharnscheidt haben ganze Vorarbeit geleistet und bringen viel Erfahrung mit in die Bergstadt.

„Die ersten Gedanken sind im April gereift, dann gab’s viele Gespräche und schnelle Entscheidungen“, berichtet der wegen eines Kreuzbandrisses in dieser Saison pausierende Quarterback der Sauerland Mustangs. Zwar sind etliche Mitstreiter ebenfalls noch sportlich in Hagen beheimatet, aber als „Ableger“ der Mustangs sehen sich die Bergstädter nicht.

„Wir haben viele offene Türen angetroffen, schon mehr als 20 Interessenten beisammen und für uns ist es einfach wichtig, dass wir uns mit unserer sauerländischen Heimat identifizieren wollen und haben uns deshalb entschlossen, den Football nach Lüdenscheid zurückzubringen“, erörtert Unterharnscheidt. Er, sein Stellvertreter Michel Schumann, Kassierer Fabio Villani, Marketing-Manager Christopher Tremmel und Liga-Obmann Daniel Plötz hatten bei ihren Anfragen nach einem Stammverein schnell den LTV 61 kontaktiert und werden nach Gesprächen mit dessen Vorsitzendem Peter Riemekasten als eigenständige Abteilung unter das Dach des Lüdenscheider Großvereins schlüpfen.

Und nicht nur die Identifikation mit der Stadt, die auch der Name „Lightnings“ (Blitze) in der „Stadt des Lichts“ ausdrücken soll, wird bei den Footballern groß geschrieben, auch die mit dem Klub. „Wir wollen ein echter Teil des LTV 61 werden“, sagt Unterharnscheidt und lässt keine Zweifel, dass der Honsel zur Trainingsstätte der Neulinge werden soll. Spiele sollen dagegen auf dem Naturrasen des Nattenberg-Stadions stattfinden.

Aber wann werden die Bergstadt-Blitze überhaupt erstmals spielen? „Natürlich ist dazu eine lange Vorbereitung notwendig“, weiß der Vorsitzende, hat mit seinen Mitstreitern aber zumindest den Grundstock für einen erfolgreichen Start für die Aufnahme des Meisterschaftsspielbetrieb gelegt: Denn mit Headcoach Sascha Heitfeld, der einst in der German Football League höchstklassig gespielt hat, und Offense Coordinator Michel Schumann verfügen die Lightnings über ein erfahrenes Trainerteam.

„Dennoch gehen wir nicht davon aus, schon in der im April beginnenden Saison nach Anmeldung und Erledigung aller Formalien den Spielbetrieb aufnehmen zu können. Vielmehr peilen wir eher die übernächste Saison an, wollen aber natürlich vorher schon Freundschaftsspiele bestreiten“, wagt Max Unterharnscheidt einen Blick in die Zukunft. Die soll langfristig auch den Aufbau einer Nachwuchsabteilung beinhalten. „Das ist uns ein Herzensanliegen“, betont er und fügt hinzu: „Jugendliche sind bei uns natürlich nach der Gründung auch schon im Trainingsbetrieb willkommen.“

Den werden die Lightnings aber erst nach dem ersten Teamtreffen am Freitag, 8. November, ab 19 Uhr im Vereinsheim des LTV 61, am Honsel aufnehmen. Bis dahin hoffen die Footballer, die auf einem aufwendig gestalteten Werbeflyer mit den Schlagworten wie Anfänger-Unterstützung, Trainerteam mit GFL-Erfahrung, erfahrenen Mitspielern, Lightnings-Spielermappe, professionellem Football-Equipment, Video-Analysetool und vielem mehr werben, auf rasanten Zuwachs an örtlichen Teamaktivitäten. Alles bei den enormen Teamstärken der Footballer nicht ganz preiswert, deshalb sind die Lightnings auch froh, mit der LüWo auch schon einen Sponsor gefunden zu haben, zu dem sich aber der eine oder andere noch hinzugesellen soll...

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