Aufwärtstrend bei RWL trotz neuer Niederlage

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Hätte sich bei keonsequentem Nutzen seiner Torchancen zum "König vom Nattenberg" krönen können: Patrick Klatt (rechts).

Lüdenscheid - Es klingt verrückt, aber es ist tatsächlich so: Trotz sechster Niederlage im siebten Spiel und des letzten Platzes in der Rückrundentabelle kann Fußball-Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid aus der 2:4-Heimschlappe gegen den SV Rothemühle am Mittwochabend neue Hoffnung auf baldige „Genesung“ von der punktmäßigen sportlichen Talfahrt schöpfen.

 

„Ich kann den Jungens wirklich nicht böse sein, sie haben alles versucht: viel Einsatz gezeigt, sind hohes Tempo gegangen und haben auch spielerisch viel investiert, um die Wende zu schaffen. Überhaupt war es trotz widriger äußerer Bedingungen ein richtig gutes Bezirksligaspiel, sicher unser bestes in diesem Jahr“, lobte Trainer Marco Sadowski die Bergstädter.

 In der Tat hatten seine Kicker phasenweise gegen einen Gast, der wahrlich keine „Liga-Laufkundschaft“ verkörpert, wieder im wahrsten Sinne der Wörter „Fußball gespielt“, analog zur Hinrunde auch richtig viele Torchancen kreiert. Und Torjäger Patrick Klatt hätte sich, wenn er nur die Hälfte seiner Möglichkeiten genutzt hätte , zum „König vom Nattenberg“ krönen können. Aber dem standen diesmal eine echten Torjägern ja häufig nachgesagte Prise an zu viel Egoismus in Halbzeit eins und völlig ungewohnte Abschlussschwäche in Halbzeit zwei im Wege. „Patrick hat sich nach dem Spiel bei mir entschuldigt, aber das muss natürlich kein Spieler, der sich voll reinhängt. Hätte er zwei Tore mehr gemacht, hätte jeder von einer überragenden Leistung seinerseits gesprochen, denn es war schon toll, wie er seine Gegner wiederholt abgeschüttelt hat“, sagt der Coach, der gerade in punkto Willen keinem Akteur einen Vorwurf macht.

 Was ihn natürlich wurmt: Trotz hoher Offensivqualität des Gastes mit dem kaum auszuschaltenden Torjäger Schweitzer, dem unglaublich flinken Flügelflitzer Pfeiffer, einem unermüdlichen Antreiber Öhm und den starken Fessel und Sönmez fing sich RWL natürlich wieder zu viele Gegentore – diesmal vier, in drei Spielen gar 15. Und das, obwohl Jugendkeeper Ster Kalpakis diesmal eine fehlerfreie Partie ablieferte und sogar einen von ihm selbst verschuldeten Elfmeter parierte. „Wir machen noch zu viele individuelle fehler, daran müssen wir arbeiten, manchmal aber auch das Glück für uns zurück erzwingen“, meint der Trainer und verwies auf viele kleine Unterschiede, bei denen die Kugel für Rothemühle vom Innenpfosten ins Netz sprang, bei RWL vom Alu aber wieder den Weg hinaus fand.

 „Aber ich bin überzeugt, dass wir den Bock bald umstoßen, wenn wir so weiter machen wie am Mittwoch“, meint der Coach, muss aber zunächst dabei auf die Dienste von Robin Breitenbach verzichten. Der eingewechselte Mittelfeldspieler wurde ein „Opfer“ des schwachen Unparteiischen Karaaslan, der ihn nach einem „Haken-und-Ösen-Duell“ der Ex-Werdohler gegen Ömer Sönmez des Feldes wegen einer angeblichen Unsportlichkeit verwiesen hatte. Breitenbach soll Sönmez beim Aufstehen vom Boden mit der „Hand ins Gesicht gefasst haben“, was aber ebenso auch auf den Rothemühler zutraf.

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