Sadowski-Elf an ungeliebter Spielstätte

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Redouane El Alami (links), mit elf Saisontreffern aktuell zweiterfolgreichster Liga-Torschütze, will mit seinen Teamkollegen auch am Sonntag bei der SG Hickengrund auftrumpfen.

Lüdenscheid - Um den Hoorwasen in Burbachs Stadtteil Holzhausen machen die Märkischen Fußball-Bezirksligisten am liebsten einen großen Bogen.

Das liegt weder am Sagenriesen Wackebold, der dort einst sein Unwesen getrieben haben soll, noch daran, dass die Hausherren nicht etwa gastfreundlich wären. Allein die Anfahrt zum Stadion der SG Hickengrund als längste der Liga schreckt ab. Entsprechend ungern macht sich Rot-Weiß Lüdenscheid am Sonntag (Anstoß: 14.30 Uhr) auf die 79 Kilometer lange Tour ins Dreiländereck zwischen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen.

„Für die lange Anfahrt wollen wir uns belohnen und nicht mit leeren Händen nach Lüdenscheid zurückfahren“, fixiert RWL-Tr.ainer Marco Sadowski einmal mehr sein Minimalziel „ein Punkt“. Andererseits macht die Tabellenführung eine breite Brust und deshalb sagt der Coach auch: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, werden aber nicht den Fehler begehen, die SG am Tabellenplatz zu messen. Da halte ich es eher damit, dass Hickengrund genauso viel Punkte hat wie Salchendorf und zwei mehr als Ottfingen, die ja weiß Gott keine Laufkundschaft sind.“ Sadowski nimmt vielmehr seine Kicker in die Pflicht, den Gastgeber ernst zu nehmen und hoch konzentriert an die Aufgabe heranzugehen, auch wenn die SG personelle Probleme hat. So ist von den vier Frantz-Familienmitgliedern derzeit wohl nur der pfeilschnelle Blondschopf Jonathan einsatzfähig. Zudem fällt mit dem zentral-offensiven Ballverteiler Alexander Patt ein wichtiger Leistungsträger in der Schaltzentrale aus, aber das ficht weder Sadowski noch Hickengrunds Co-Trainer und Torjäger-Vater Tobias Rath an: „Wir werden eine mehr als schlagkräftige Mannschaft aufbieten“, wird er im Siegerland zitiert, „und sind heiß wie Frittenfett.“

Dennoch ist die Ausgangssituation der Rot-Weißen komfortabler: 18 Spieler hatte Sadowski bei der Donnerstageinheit am Nattenberg aktiv am Ball. Er wird deshalb für Sonntag dem Studenten „Rossi“ Ndoumi-Kemadjou die beschwerliche An- und Abreise per Zug aus Paderborn ersparen, weil das Aufgebot so prall gefüllt ist, dass er wieder zwei Akteure für die Reserve abstellen wird.

Am liebsten wäre dem Coach die Umsetzung der Trainingsvorgaben, sprich schnelle Rückkehr zu spielerischen Lösungen anstatt langen Bällen, „doch wenn wir nicht mehr so schön spielen, aber bis zur Winterpause reichlich punkten. ist es mir auch recht.“

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