Fußball, Bezirksliga 6

Finale ohne Abschlusstraining

+
RWL-Abwehrchef Marc Linneboden (rechts, im Duell mit Schwertes Torjäger Yannis Schwarze) peilt mit seinem Team am Sonntag gegen den SC Hennen den fünften Sieg in Folge an.

Lüdenscheid – Novembertristesse pur, die auch den Fußball-Bezirksligisten Rot-Weiß Lüdenscheid nicht verschont: Eine Erkältungswelle im Kader der Kicker vom Nattenberg schwappt der aktuellen Erfolgswelle der Rot-Weißen entgegen, doch Trainer Martin Rost und seine Truppe sind nicht gewillt sich aufhalten zu lassen. „Mut zur Lücke“ sagte der Chefcoach deshalb am Freitagmittag und das abendliche Abschlusstraining vor dem sportlichen Hinrundenfinale am Sonntag (15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) gegen den SC Hennen ab.

„Was macht es denn für einen Sinn, wenn ich die acht oder neun verbliebenen Akteure bei null Grad über den Trainingsplatz schicke und weitere gesundheitliche Rückschläge riskiere. Da sollen die Spieler lieber zu Hause bleiben und die ohnehin angeschlagenen Akteure ihre Erkältungssymptome ebenfalls im Warmen bekämpfen“, wünscht der Rost ein schonungsvollen Wochenendauftakt, ehe am Sonntag wieder alle Kräfte abgerufen werden sollen.

„Ich predige seit Wochen, dass die Spiele gegen die unteren Teams womöglich zu den entscheidenden werden können, das trifft auch auf Hennen zu. Natürlich zählt für uns in diesem Pflichtspiel nur ein Dreier, weil wir keinen Boden auf Berchum-Garfenfeld verlieren wollen, bevor wir uns Anfang Dezember im direkten Duell gegenüberstehen“, hofft er auf einen voll fokussierten Gastgeber.

Vorbereitung per Videostudium

„Wir haben uns gegen Letmathe und Co., auch letzte Woche in Schwerte schwer getan, tun also gut daran, keinen Gegner zu unterschätzen. Ich weiß aber auch, dass meine Jungens heiß auf den Dreier sind, und da wird uns eine ausgefallene Trainingseinheit nicht aus der Bahn werfen“, ist der Übungsleiter vom Nattenberg zuversichtlich, dass Rot-Weiß auch die Aufgabe gegen die Nordkreisfußballer wird lösen können.

 Rost hat sich per Videobildern von durchaus vorhandenen Qualitäten des SC überzeugt. „Die haben schon einige gute Zocker in ihren Reihen“, hat er ausgemacht und macht die Eindrücke nicht nur an den guten Offensivkräften Kordt und Weigelt fest. „Mit einer Ausnahme hat Hennen nie hoch verloren“, warnt er seine Mannschaft. Die Ausnahme – das war der zweite Spieltag in Garenfeld, als die Stemmanns-Truppe außer Rand und Band aufspielte und mit 1:15 unter die Räder geriet. Weitere 25 Gegentore in 13 Spielen sind keine so schlechte Quote, sprechen für Hennens Disziplin. Dennoch – Rot-Weiß hat allen Willen und viel Qualität, um zu gewinnen, auch wenn der ein oder andere angeschlagene Akteur am Sonntag noch zum „Grippeopfer“ werden sollte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare