Schiri spielt nach der Pause Schicksal

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Zum Saisonfinale war Student Niklas Friemann (links) eigens aus Stuttgart angereist, konnte das 2:5 der Rot-Weißen gegen gerlingen aber nicht verhindern.

Lüdenscheid -  So hatte sich Fußball-Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid das Saisonfinale bei Sonnenschein und drückender Schwüle auf dem Nattenberg-Kunstrasen nicht vorgestellt: Die Krumbholz-Elf geriet gegen den FSV Gerlingen letztlich deutlich mit 2:5 (1:1) unter die Räder und beendet die Spielzeit als Tabellensiebter.

Von Jörg Hellwig

Nach der abschließenden Heimklatsche vor Schmalspur-Kulisse am Pfingstsonntag hatte es in Halbzeit eins nicht ausgesehen, auch nicht nach Sommerfußball. Denn beide Teams schlugen ein hohes Tempo an, wobei RWL den besseren Start erwischte. Eine zu kurze Abwehr der körperlich sehr präsenten FSV-Abwehr nutzte Schönrath mit knochentrockenem Knaller aus 18 Metern zum frühen Führungstor (10.). Rizzis Schuss wurde abgeblockt, dann schlug der FSV zurück: Andre Zeppenfeld war dem bis dato sehr aufmerksamen Jindou am linken FSV-Flügel entwischt, er legte schön in die Mitte ab. Sattler und Albrecht hatten L. Rademacher zuviel Raum gelassen. Der traf unhaltbar für Reich zum Ausgleich (26.), nachdem nach Trinkpause das Tempo schon merklich gedrosselt worden war. Schönraths zweiter Treffer wurde wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen, Scheerer scheiterte per Direktabnahme am glänzend reagierenden Stevens, auf der Gegenseite schob L. Rademacher die Vorlage von Top-Torjäger D. Zeppenfeld am Tor vorbei.

Nach Wiederbeginn spielte Schiri Dembinski mit krassen Fehlentscheidungen Schicksal: Ein langer Pass erreichte D. Zeppenfeld in dermaßen klarer Abseitsposition, dass sich Besirlioglu erst gar nicht auf dessen Verfolgung machte: Der Torjäger bediente P. Stahl – 1:2 (48.). 14 Minuten später war L. Rademacher erneut ungeahndet nicht weniger klar abseits – das 1:3 (63.) und das gelb-rote Ticket gegen den meckernden Sattler waren die Folge. In Unterzahl blieben die Rollen klar verteilt, Gerlingen konterte unter Mithilfe von Reich zum 1:4 und dann 1:5 jeweils durch A. Zeppenfeld.

Kein Trost war für Rot-Weißen, dass das schönste Tor per Heber, das auf das Konto von „Matze“ Urbas gegen wegen möglicher Abseitsstellung ebenfalls nicht unumstritten war (79.).

RWL: Reich – Jindou, Sattler, Katsaraos, Besirliglu (61. Vassos) – Sommer, Albrecht – Rizzi (74. Krumbholz), Scheerer, Urbas – Schönrath

FSV: Stevens – L. Stahl (46. Büdenbender), Clemens (74. C. Brüser) , F. Brüser, Beckmann – Münchow, L. Rademacher (76. Zimmermann) – P. Stahl, B. Rademacher, A. Zeppenfeld – D. Zeppenfeld

Schiedsrichter: Dembinski (Arnsberg)

Tore: 1:0 (10.) Schönrath, 1:1 (26.) L. Rademacher, 1:2 (48.) P. Stahl, 1:3 (63.) L. Rademacher, 1:4 (67.) A. Zeppenfeld, 1:5 (74.) A. Zeppenfeld, 2:5 (79.) Urbas

Bes. Vorkommnis: gelb-rote Karte gegen Sattler (RWL/63.) wegen Foulspiels und Meckerns

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