„High Noon“ diesmal erst ab drei Uhr nachmittags

SCL muss für die Minimalchance siegen

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Lüdenscheid - Die Stunde der (Vor-)Entscheidungen ist von „High Noon“ auf den Nachmittag verschoben: In der Bezirksliga 5 ist Klärung am Sonntag nicht nur an der Tabellenspitze im Duell zwischen KSC und Ottfingen zu erwarten, sondern auch in der Abstiegsfrage: Nur mit einem Sieg beim SC Drolshagen (15 Uhr, Am Buscheid) kann der SC Lüdenscheid seine Minimalchance aufrecht erhalten.

Denn: Bei einem Remis bliebe es bei fünf Zählern Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, zwei Spieltage vor Schluss keine wirkliche Hoffnung mehr. „Wenn wir nicht gewinnen, können wir den Traum vom Klassenerhalt abhaken“, ist auch Spielertrainer Michael Dolezych Realist. Der ehemalige Oberligakicker hat in dieser Woche erstmals wieder voll trainieren können, steht also auch wieder für einen Einsatz auf dem Feld zur Verfügung. Vielleicht bitter nötig, denn der SCL ist von seiner Bestbesetzung ein ganzes Stück entfernt.

Ganz bitter: Abwehrallrounder Christian Dér verletzte sich schwer, zog sich im Duell mit Freudenberg einen Kreuz- und Innenband-riss zu, lag wegen einer starken Einblutung im Wadenbein selbst am Freitag noch im Krankenhaus. „Das ist ganz hart für Christian, aber auch für uns im Saisonendspurt“, weiß Dolezych.

Zudem fällt am Sonntag auch Konterstürmer Artur Krämer aus, der beim Pokalendspiel in Berlin weilt und nicht rechtzeitig zum Abstiegskampf wieder in der Heimat ist. Und auch mit Florian Eick, der so gut eingeschlagenen Offensivkraft aus der Reserve, kann der Spielertrainer, der am Sonntag wieder von Urlaubsrückkehrer Jörg Schreyer als Coach an der Seitenlinie unterstützt wird, nicht rechnen: Eick musste das Training wegen anhaltender Oberschenkelprobleme ebenso abbrechen wie Youngster Marvin Göttle, der sich mit Knieproblemen herumplagt, aber noch Hoffnung auf einen Einsatz in Drolshagen hat genauso wie der zuletzt angeschlagene Dominik Pinto. Sicher wieder dabei: Innenverteidiger Marvin Schreyer (zuletzt auf Handball-Mannschaftsfahrt).

„Drolshagen hat einige Qualität“, warnt Dolezych sein Team vor allem mit Blick auf seinen ehemaligen Westfalenliga-Widersacher Christopher Thomassen oder die Torjäger Joel und Patrick Stamm. „Aber wir dürfen überhaupt nicht an Drolshagens Qualität denken, wir müssen uns ganz auf die eigene Leistung konzentrieren“, sagt Dolezych.

Welche Taktik der SC im Duell beim Namensvetter wählt, lässt der Spielertrainer noch offen. „Das kläre ich noch mit Jörg Schreyer ab. Klar ist, wir dürfen uns kein frühes Gegentor wie so oft fangen,werden deshalb wohl kaum auf Gedeih und Verderb stürmen, müssen aber attackieren, weil nur der Sieg hilft, zu dem ein Tor wahrscheinlich nicht reichen wird.“

SCL: Goldbach, Brongkoll – Liakopoulos, Wohlpart, Schreyer, Yilmaz, König, Mi. Dolezych, Da. Schwenck. Jeworutzki, Do. Schwenck, Lüthy, Stenmans, Pinto, Göttle

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