Handball

HSG-Defensivumstellung greift

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Gegen Tabea Braun (rechts) und Co. in der Schlussphase mit viel Platz für die entscheidenden Tore: Lorena Lange.

Lüdenscheid - Christian Köster hat mit „seinen Frauen“ die Kurve gekriegt: Nach einem 25:22 (11:7)-Erfolg über den Tabellendritten Westfalia Hombruch führen die Landesligahandballerinnen der HSG Lüdenscheid nunmehr die untere Tabellenhälfte an.

Für den Überraschungserfolg hatte der Interimstrainer die Defensive stabilisiert, von der bisher praktizierten 5:1- auf eine aggressive 6:0-Deckung umgestellt. Vor allem vor der Pause griff die Maßnahme: Da kauften die Gastgeberinnen den Westfalia-Frauen um die beiden Ex-Schalksmühlerinnen Tabea Braun (fünf Tore, aber auch viele „Fahrkarten“) und Natalie Reeswinkel mit gutem Auge, schnellen Beinen und kräftigem Zufassen regelrecht den Schneid ab und landeten viele Ballgewinne.

Hätten auf der Offensivseite Mechanismen und Abschlüsse genauso gegriffen, wäre weit mehr als die über 5:4 (12.) herausgeworfene 11:7-Halbzeitführung möglich gewesen. Viermal aber scheiterten die Gastgeberinnen frei durch an der guten Torfrau Theede, vier- von insgesamt acht Mal visierten sie Aluminium an, das ehrlicherweise sieben Mal auch Marohn und Co. im Weg stand.

Nach Wiederbeginn steuerte die HSG trotz nicht mehr ganz so konzentrierter Arbeit vor dem eigenen Gehäuse scheinbar einem sicheren Sieg entgegen (17:10, 39.), doch dann geriet das Spiel der Gastgeberinnen auch aufgrund von Zeitstrafen mehr und mehr ins Stocken. Binnen sechs Minuten hatte der Gast auch dank der starken Linkshänderin Eckardt beim 18:15 neue Hoffnung geschöpft, ließ Gästecoach Sascha Stickan Schäfer nunmehr kurz decken und nach neuem HSG-Spurt auf 21:15 (Schmidt, 47.) mit Otters eine zweite Bergstädterin. Kurzzeitig strauchelte die Köster-Sieben trotz Steigerung von Torfrau Denise Seckelmann, ehe nun die zuvor in Halbzeit eins bei ihren Abschlüssen von viel Pech begleitete Lorena Lange den vorhandenen Raum nutzte und mit den letzten vier HSG-Toren den Sack zuschnürte.

HSG: Seckelmann, Langhammer (zwei Siebenmeter) – Gruhn, Hein (1), Schmidt (2), Lausen (1), Lange (8), Hegemann, Schäfer (6), Lukowski (1), Otters (1), Pleuger (4/3), Dzelili (1), Worobey

Westfalia: Theede (1.-30., ab 36.), Turner (31. - 36.) - Reeswinkel (1), Kreft, Eckardt (5), Darenberg, Braun (5), Lampe, Marohn (7/3), Müller, Lauritsch (2), Kneller (2), Stock Schiedsrichter: Aronov/B. Steinebach (Siegen)

Zeitstrafen: HSG 8, Westfalia 2

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