Von wegen Besinnlichkeit im Nachbarschaftsderby

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Liebäugelt im Derby gegen die SGSH-Reserve mit zwei Punkten: HSG-Trainer Davor Fath.

Lüdenscheid -  Vorweihnachtliches Derby in der Handball-Landesliga, doch die Besinnlichkeit wird ganz sicher hintenan stehen, wenn am Samstag (19.15 Uhr, Bergstadt-Gymnasium) die HSG Lüdenscheid und die SG Schalksmühle-Halver II im Kampf um Platz drei in der Rangfolge der Mannschaften im Altkreis Lüdenscheid die Klingen kreuzen.

Von Axel Meyrich und Jörg Hellwig

Keine Frage: Die Partie wird nicht nur von Lokalfight pur geprägt sein, sie ist gleichzeitig auch ein Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die bis dato hinter den selbstgesteckten Zielen zurückgeblieben sind. Die Gastgeber wollten sich einreihen hinter der Spitzengruppe der Liga, die SGSH hingegen eben zu jenem Kreis der Top-Teams zählen. Platz zehn (HSG, 6:12-Punkte) bzw. Rang sieben (SGSH II, 11:7) sind hingegen die Zwischenbilanzen nach neun Partien – da sollte deutlich mehr gehen für beide märkische Konkurrenten.

Eine Sichtweise, die Gästecoach Dirk Pfaffenbach uneingeschränkt teilt und daraus auch die Zielsetzung für die samstäglichen 60 Minuten ableitet. „Wir wollen das Feld als Sieger verlassen“, sagt der Halveraner, „und das aus mehreren Gründen. Zum einen wollen wir die Schmach der letzten Niederlage wettmachen, zum anderen brauchen wir einen Sieg, um unsere Ansprüche nicht aus den Augen zu verlieren.“ Mit 24:26 zog die SGSH Anfang Mai im letzten Aufeinandertreffen den Kürzeren – tabellarisch bedeutungslos zwar, aber eben doch eine Derby-Niederlage und mithin ein Punktverlust, der besonders schmerzte.

Wenn Pfaffenbach von der HSG spricht, dann vor allem von Benno Walter. „Ein richtig guter Spieler, der selbst torgefährlich ist und viel Dampf für seine Nebenleute macht“, lobt der SGSH-Coach den besten HSG-Torschützen. Hier wird der Innenblock gefordert sein, der beim jüngsten Sieg über den TV Arnsberg nicht immer sattelfest wirkte.

„Ich denke, es wird ein enges Match werden, wir kennen uns schließlich sehr gut und auch in der Vorsaison ist es sehr knapp gewesen“, erwartet Lüdenscheids Co-Trainer und „Ur“-SGSHer Mathias Prumbaum in der BGL-Halle ein Duell auf Augenhöhe.

Wichtige Voraussetzung für ihn dabei aber: „Wir müssen aus dem Leistungsloch raus, das sich in der zweiten Halbzeit aus unerklärlichen Gründen auch wieder in Schwitten aufgetan hat. In der ersten Halbzeit haben wir dort das gespielt, was wir spielen können, wie zum Beispiel im Heimspiel gegen Halingen. Bloß, eine solche Leistung müssen wir konstant bringen, dann geht’s bei uns aufwärts“, sagt „Motz“ und ist „nach einer guten Trainingswoche“ zuversichtlich, dass der HSG nicht wieder „25 Fehlversuche und 13 technische Fehler wie in Schwitten“ unterlaufen. „Und dann haben wir sicher gute Chancen“, meint er, der die SGSH in den Kreis der Titelkandidaten einsortiert hatte.

Personell wird es beim Gast keine Überraschungen geben. Die langzeitverletzten Florian Ludwig und Max Bergner fehlen weiter, dafür ist Markus Knuth nach beruflich bedingter Pause wieder mit dabei. Und auch bei der HSG steht das Aufgebot um die „Neuen“ Phil Lausen und Knut Niegetiet, aber ohne Calvin Broscheit (zwei Finger gebrochen).

HSG: von Oepen, Buyna, Kapp – Niegetiet, Luft, Kahlstadt, Walter, Jaschke, Miossec, Krämer, Baberg, Lausen, Füller, Kroll

SGSH II: Schür, Rutenbeck – Potberg, Hotze, Trimpop, Radziej, Blumberg, Wiggershaus, Pfaffenbach, Luciano, Leicht, Schneider, Meisterjahn, Knuth

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