Dreier beinahe eine Pflicht

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Mit den Lüdenscheider Rot-Weißen am Sonntag gegen den VfB Schwelm: Pascal Ertelt (links).

Kreisgebiet - Das Voraussetzungen und Gründe sind höchst unterschiedlich, die Zielvorgaben aber gleich: Sowohl Schlusslicht TuS Grünenbaum als auch der Tabellendritte Rot-Weiß Lüdenscheid wollen am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga 6 unbedingt einen Dreier einfahren.

RW Lüdenscheid - VFB Schwelm (Sonntag, 15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen): Für RWL-Coach Martin Rost ist die Hinserie mit Rang zwei in der Endabrechnung Maß aller Dinge, und der Trainer rechnet gern und hat deshalb eine klare Vorstellung für das Spiel gegen den VfB: „Wir haben gegenüber der Hinrunde mit dem Remis in Schwerte vor zwei Wochen zwei Punkte verloren, gegen Schwelm haben wir in der Hinrunde unentschieden gespielt, wenn wir jetzt gewinnen, sind wir wieder im Soll“, meint Rost.

Das zähe Hinspiel in Schwelm war aus vielerlei Gründen denkwürdig: Zunächst ließ RWL-Sprecher Michael Dregger ein viel zu tief stehendes Tor nachjustieren, dann hatten die Lüdenscheider Gäste auf dem Naturrasen Gäste zwar gefühlte 75 Prozent Ballbesitz, aber letztlich in 90 Minuten nur eine einzige „Einigermaßen-Torchance“. Die Hausherren, die ganz viel mit langen Bällen agierten, ebenfalls nur eine, aber dafür eine dicke, sodass sich RWL noch bei Keeper Jan Reischel bedanken musste, dass es beim torlosen Remis blieb. 

Und dann wurde es zum Schluss noch hektisch, sah Schwelms Keeper wegen Beleidigung von Schwarzer rot, der für ein Foulspiel in gleicher Szene das Gelb-Rote-Ticket erhalten hatte. Die verbale Auseinandersetzung, in die auch der RWL-Coach verwickelt war, ging nach Schlusspfiff weiter, beide Teams nicht unbedingt als Freunde auseinander. 

Zündstoff und Motivation also genug für das Rückspiel, in dem RWL seine größeren fußballerischen Möglichkeiten ausspielen und den Dreier ergattern möchte. Personell hat Rost die Qual der Wahl: Gegenüber der Vorwoche ist Robin Breitenbach topfit und hat auch Kapitän Richard Dissing in einer intensiven Trainingswoche an Rückständen gearbeitet, zudem drängt Gürkan Besirlioglu zurück in die Stammformation. Nimmt man noch die Torwartfrage hinzu, viele personelle Möglichkeiten für den Coach.

Gerade der im Hinspiel schmerzlich vermisste Breitenbach könnte mit seinen Durchsteckpässen in die Schnittstellen und eigener Torgefahr zum wichtigen Offensivbaustein werden könnte, um die mit ziemlicher Sicherheit massierte Schwelmer Abwehr – nur 30 Gegentore in 18 Spielen – aushebeln zu können.

TuS Grünenbaum - FSV Gevelsberg (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen am Kreisch): An der Tabellensituation hat sich nichts Wesentliches geändert, gleichwohl haben die jüngsten beiden Meisterschaftsspiele dem TuS Grünenbaum Aufwind gegeben. Einem 1:1 gegen BW Voerde folgte das 3:3-Remis bei Liga-Dominator SpVg. Hagen 11, und gerade letztgenannte Partie, in der sie sogar am Sieg schnupperten, vermittelte den TuS-Kickern ein „Es-geht-doch“-Gefühl.

Dieses wollen die Grünenbaumer natürlich ins Heimspiel mitnehmen: „Wir haben gegen zwei Top-Teams zwei Punkte geholt“, rückt Trainer Niko Douros die positiven Resultate nochmals in den Vordergrund, betätigt sich aber gleichzeitig auch als Mahner: „Dass wir uns in den letzten beiden Spielen gut präsentiert haben, heißt nicht, dass es jetzt von allein so weitergeht!“

 Deshalb fordert der TuS-Coach weiterhin volle Konzentration und vor allem höchsten Einsatz ein. „Wir müssen weiterhin von Minute zu Minute hart arbeiten, wenn wir das, was wir zuletzt abgeliefert haben, auch am Sonntag wieder bestätigen wollen“, sagt er. Als durchaus gutes Omen können die Kreisch-Kicker das Hinspiel gegen den FSV Gevelsberg werten, in dem sie nach 0:2-Rückstand zu einem 2:2 kamen. Klar ist aber auch: Angesichts von acht Zählern Rückstand zum rettenden Ufer helfen dem TuS so richtig eigentlich nur Siege weiter.

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