Für Sport-Club zählt im Kreisderby nur ein Sieg

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Nach erstem Einsatz für die Reserve will Werdohl-Rückkehrer Dominik Schwenck dem SCL in der Restspielzeit zum Ligaerhalt verhelfen.

Lüdenscheid - Entschlossen startet Fußball-Bezirksliga-Schlusslicht SC Lüdenscheid am Sonntag in die Restspielzeit: „Alle sind davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt noch packen, aber das heißt auch: Wir müssen gegen den RSV gewinnen“, blickt Mittrainer Jörg Schreyer auf die erste Punktspielaufgabe im neuen Jahr am Sonntag (15 Uhr, LüWo-Arena, Wehberg) gegen den Kreisnachbarn aus Meinerzhagen.

„Wir werden den RSV nicht unterschätzen. Und der steckt zudem in der gleichen Situation wie wir, hat aber die noch etwas bessere Ausgangslage. Deshalb können wir auch nicht mit einer Punkteteilung zufrieden sein, wir müssen gewinnen – Punkt!“, sieht Schreyer keine Alternative bei auf der „Mission Klassenerhalt“ und weiß genau, dass sich der Sport-Club ab Sonntag nichts, aber auch gar nichts für die starke Trainingsbeteiligung kaufen kann. „Aber wir arbeiten jetzt seit siebeneinhalb Wochen hart daran, uns gegenüber der Hinrunde zu verbessern, und dafür wollen wir uns auch belohnen“, hat der Coach deutliche Fortschritte auch in den Tests ausgemacht. „Wir haben bis Weihnachten zuviel gepöhlt und jetzt gezielt am Kurzpassspiel gearbeitet und vor allem die hohen Bälle unterbunden“, sieht Schreyer eine Tempo-steigerung im Offensivspiel und weniger Ballverluste als Rezepte für eine erfolgreiche Restspielzeit. Bloß, ob der Sport-Club am zumeist gepflegten 4-2-3-1-System festhält oder auf ein 4-4-2 mit dem schnellen Justin Lüthy und dem wuchtigen Mario Stenmans – wie zuletzt in Werdohl erfolgreich erprobt – setzen wird, darüber wollte das SC-Führungsduo mit Spielertrainer Michael Dolezych und Schreyer erst nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheiden.

Sicher auch ein wenig von der Besetzung abhängig, die nicht optimal ist: Liakopoulos (Zerrung) sowie die Youngster Pinto und Göttle (beide Knieverletzungen) müssen neben Wolf (Kreuzbandanriss) passen, eine Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Moumin (Trainingsrückstand). So oder so: Den Weg zum Erfolg sieht Jörg Schreyer nur dann offen, wenn es den Gastgebern gelingt, das gefährliche Offensivtrio der Volmestädter mit Zaim, Inchingoli und Odzewalski weitgehend auszuschalten.

„Wir müssen sehen, wo wir stehen“, hat die erste Meisterschaftspartie für RSV-Trainer Bayram Celik auch den Charakter einer Standortbestimmung. „Wir haben aber in den letzten Wochen gut gearbeitet und wollen kontrolliert auftreten“, führt er weiter aus, „wenn wir jedoch drei Punkte entführen wollen, muss jeder Spieler an sein Limit gehen.“

Über den Gegner sagt Celik: „Die Lüdenscheider stehen enorm unter Druck, denn die haben eigentlich eine sehr starke Mannschaft, die niemals da unten stehen dürfte.“

Was den Kader des RSV Meinerzhagen angeht, so ist dieser nach wie vor dünn besetzt. Fehlen werden definitiv Sinan Göbek, Ismail Kilic, Ufuk Sahin, Ibo Eraslan und wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Hickengrund-Spiel Antonio Petrini. Vermutlich fällt auch Neuzugang Pascal Kürschner für das Duell mit seinem Ex-Klub aus, während der ebenfalls vom SCL zum RSV gekommene Christian Möller genauso wie Islam Mumcu sein Pflichtspiel-Debüt im RSV-Dress geben wird.

SCL: Goldbach, Brongkoll – Schmidt, Der, Ma. Dolezych, König, Kolodziej, Yilmaz, Schreyer, Tatay, Da. Schwenck, Do. Schwenck, Mi. Dolezych, Lüthy, Stenmans, Moumin (?)

RSV: Aktas, Hoppe – Fuks, Aslanidis, Engel, Stein, Ihns, Scimeca, Zaim, Özdemir, Demir, Inchingoli, Möller, Odzewalski, Mumcu, Kleineberg, Kürschner (?)

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