HSG-Torjäger Lausen keinesfalls ein Weichei

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Kein Pardon für HSG-Kreisläufer Christoph Kämper: Patrick Lütgenau langt kräftig zu, Hagens Jörn Ilper (links) und Lüdenscheids Phil Lausen können nicht mehr eingreifen.

Lüdenscheid - Sascha Simec sei Dank: Erst als das Samstagabend-Resultat vom Auftritt des abstiegsbedrohten Soester TV II beim designierten Vizemeister SV Hohenlimburg (24:25) im Ergebnisdienst auftauchte, durfte die HSG Lüdenscheid aufatmen.

Von Jörg Hellwig

Dank der Soester-Niederlage behielt die HSG trotz eigener 26:31-Schlappe bei der verstärkten Drittvertretung des VfL Eintracht Hagen ihren Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Handballer aus der Börde. Die hatten in Hohenlimburg jede Menge Pech und gaben gegen die ersatzgeschwächten – und vielleicht auch noch durch die Niederlage im Spitzenspiel beim TV Halingen geschockten – Hohenlimburger eine 19:14-Führung noch aus der Hand. Ein Rückstand, den eben Simec zum Anlass genommen hatte – wie auch der reaktivierte Routinier und Deckungsspezialist Carsten Fege – selbst noch einmal zum Ball zu greifen: Mit Erfolg, der Ex-Hagener verlieh dem Spiel der Hausherren Struktur. Vier Tore dazu reichten, um das Spiel – auch dank eines geschenkten Strafwurfes zum 25:22, noch knapp zu drehen.

Für die HSG Lüdenscheid eine Riesenerleichterung, nachdem am Wochenende sonst nicht alles nach Wunsch gelaufen war: Der Sieg von Hagen, der Punktgewinn von Volmetal II in Schwelm und schließlich auch noch der Schwerter Heimerfolg über den Kreisnachbarn SG Halver-Schalksmühle II – die Konkurrenz spielte nicht gerade für die Bergstädter.

Die brauchen sich ob ihrer Vorstellung in Hagen aber keineswegs „einzugraben“. denn die HSG bot mit ihrer engagierten Spielweise und gutem Einsatz phasenweise in der Deckung durchaus eine ordentliche Vorstellung. Und 26 Angriffstore gegen Cengiz, Ilper, Kowalski, Lütgenau und Co. durften sich ebenfalls sehen lassen.

Dass dabei in erster Linie nur der hochmotivierte Shooter Phil Lausen, von Cengiz fälschlicherweise früh zum vermeintlichen Weichei abgestempelt („Willst du hier bei jedem Kontakt schreien?“), über den Hagener Innenblock schießen konnte, an dem Walter, Jaschke und selbst Kahlstadt oft regelrecht abprallten, war gewollt: Die HSG spielte für den Torjäger, der trotz einiger Fahrkarten auf eine insgesamt hervorragende Quote (12 Tore) kam.

Sechs Punkte Vorsprung sind nach wie vor kein Ruhekissen: Ein Sieg über Warstein am Samstag könnte den HSG-Handballern aber zu wesentlich ruhigeren Nächten verhelfen.

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