Handball-Landesliga

HSG-Kantersieg und zwei Verletzte

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HSG-Torjäger Phil Lausen hat die Lücke zwischen den Letmathern Björn Münzner (links) und Konrad Richtrer gefunden - er traf insgesamt elf Mal.

Lüdenscheid - Wichtiger Sieg, vielleicht gar Befreiungsschlag zur Aufholjagd ins Mittelfeld für die HSG Lüdenscheid: Den letztlich klaren 34:18 (13:9)-Kantersieg über das „Fahrstuhlteam“ zwischen Bezirks- und Landesliga, den Letmather TV musste die Sieben von Trainer Ziel aber teuer bezahlen, denn mit Lukas Weichelt (Verdacht auf Innenmeniskusriss, lange Pause) und Alex Nitsch (schwere Prellung) schieden zwei Akteure mit Knieverletzungen aus.

Nach dem Saisonfehlstart hatte die HSG „alle personellen Ressourcen“ gezogen: Florian Füller wurde reaktiviert und feierte sein Kurzzeitcomeback, Co-Trainer Felix Kroll soll helfen, die Defensive zu stabilisieren und weil sich Lukas Weichelt und Rick Behnke-Schoos wieder einsatzfähig gemeldet hatten, konnte Ziel aus dem Vollen schöpfen. Von Beginn an agierten die HSGer gegen einen – insgesamt allerdings auch nur schwachen – Gast konzentrierter als zuletzt, gerieten nur mit 0:1 in Rückstand, ehe sie das Kommando übernahmen.

Vorzüglich eingestellt aufs Tempospiel der Gäste, klappte das Rücklaufverhalten der Bergstädter gut, Kämmerer gab der Defensive Sicherheit. Vorn allerdings lief der Motor der HSG zunächst noch nicht rund gegen eine vor der Pause noch gut funktionierende 6:0-Deckung der Gäste aus dem Nordkreis: Beckmann scheiterte wiederholt am Block der Temp-Brüder und der körperlich starke Münzner setzte Torjäger Phil Lausen mächtig zu. Grund dafür, dass sich die Hausherren in Halbzeit eins noch nicht entscheidend absetzen konnten, obwohl dem HSG-Spiel das Comeback von Spielmacher Weichelt sichtlich guttat, der mit schnellen Beinen Lücken ins Zentrum riss und mit Tempospezialist Kevin Plate sowie einigen Kraftakten Lausens dafür verantwortlich war, dass unterm Strich beim Seitenwechsel doch eine 13:9-Führung stand.

Kleinere Kurskorrekturen durch Coach Ziel, ausgezeichnetes Tempospiel, aus dem insgesamt zehn „einfache“ Treffer resultierten, und ein konzentrierterer und torgefährlicherer aufgebauter Angriff gegen ein völlig überfordertes Torhüterduo Schulte und später dann den 51-jährigen Ex-HSGer Volker von Oepen sorgten dann in Halbzeit zwei trotz der frühen verletzungsbedingten Ausfälle für leichtes Spiel auf dem Parkett: Über 20:12 (40.) und 29:15 (50.) schossen Lausen, Plate und Co, den Gast mit 34:18 förmlich aus der Halle und sich persönlich ein Menge Frust von der Seele.

HSG: Kämmerer, Ferizi (ein gehaltener Siebenmeter) – Füller, Plate (10/3), Beckmann (2), Mühlbauer (2), Hahn, L. Weichelt (3), Lausen (11/1), Fenner (3), C. Broscheit (2), Nitsch, Kroll, Hurlbrink (1)

LTV:  Schulte (1.-48.), von Oepen (ab 48.) - Schuff (1), Frank (2), Ludwig (1), C. Temp (2), Wunderlich, S. Temp (4), Budde (2), Richter, Münzner (5/3), Schon, Brehl (1)

Schiedsrichter: Pfeil/Sosna

Zeitstrafen: HSG 3; LTV: 1 plus Rote Karte gegen Ludwig (39.02) wegen groben Foulspiels

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