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Zehn Minuten Verweigerung

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Von: Fabian Hollenhorst

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Kam nach dem Seitenwechsel besser in Fahrt: HSG-Abteilungsleiter Niclas Beckmann © Hollenhorst

Lüdenscheid - Nichts geringeres als einen Sieg erwartete Trainer Volker Schnippering von seinen Mannen der HSG Lüdenscheid. Eine Vorgabe, die mit einem 29:25 (14:13)-Erfolg am Samstagabend vor heimischem Publikum in der Sporthalle des Bergstadtgymnasiums gegen das neue Landesliga-Schlusslicht TV Arnsberg geglückt ist.

Als in der 51. Minute Alexander Nitsch für die HSG Lüdenscheid per Gegenstoß auf 29:21 erhöhte, war der Jubel der knapp 100 heimischen Fans in der BGL-Sporthalle groß, war dies doch mit nur noch neun Minuten auf der Uhr die höchste Führung der Gastgeber des ganzen Spiels.

Denn die erste Halbzeit war eine sehr verbissene, in der die Bergstädter einen 0:2-Rückstand bis zur achten Minute in eine 4:2-Führung umdrehten. Doch so leicht ließ sich der Gast aus der Bezirkshauptstadt nicht abschütteln und konterte angetrieben vom besten Torschützen Dame (6 Treffer) zum 5:5-Ausgleich. So ging es bis zur Halbzeitsirene auf und ab, ohne dass sich ein Team einen Vorteil erspielen konnte.

Jedoch war bei der HSG dafür der einzige Spieler ohne gelb-blaues Trikot verantwortlich. Keeper Luan Ferizi half mit mehreren Paraden seiner 5-1-Abwehrreihe aus, wenn diese den TV-Angreifern wieder nur „Begleitschutz“ (O-Ton Schnippering) geboten hatte. Ferizi mit einem entschärften Siebenmeter und auf der anderen Seite Fenner sicherten der HSG immerhin noch die 14:13-Halbzeitführung. 

Schnippering musste eingestehen, dass es in der Kabine zur Halbzeit lauter wurde. Seine Sieben zeigte sich im zweiten Durchgang auch konzentrierter, schob energischer in der Deckung und baute durch gute Spielzüge für die Halbschützen Lausen und Beckmann die Führung über ein 20:16 (39.) auf besagtes 29:21 aus. Auch weil die Arnsberger kein Glück mit ihren Unterzahlsituationen hatten, in der sie den Torhüter gegen einen Feldspieler austauschten und drei Treffer ins leere Tor kassierten.

Die Schlussminuten trübten die HSG-Stimmung nochmal merklich, denn trotz aussichtsreicher Versuche durch Ahmad, Lenz oder Nitsch, wollte kein Akteur mehr das 30. Tor erzielen, dass zu einer Erfrischungskiste fürs Teams verpflichtet hätte. „Das grenzte an Verweigerung“, knurrte Schnippering.

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