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Neuer Trainer sicher: „Wir packen den Klassenerhalt noch“

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Von: Marc Kusche

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Einer von nur zwei Siegen gelang dem LTV 61 Anfang Dezember mit einem 4:0 gegen den SV Hellas. © Thomas Machatzke

Erfolge waren rar gesät in der Hinrunde für die A-Liga-Kicker des LTV 61. Zwei Siege und zwei Unentschieden aus 15 Spielen reichten aber zumindest dafür. um mit acht Zählern auf Platz 14 gleich zwei Kontrahenten (SC Plettenberg und Hellas Lüdenscheid mit je einem Punkt) hinter sich zu lassen. Nichtsdestotrotz würde das momentan den Abstieg bedeuten.

Lüdenscheid - Dabei war der Start unter dem damaligen Trainerduo Sven Beitlich/Corbin Klink noch ein exzellenter gewesen: 2:2 beim TuS Grünenbaum, 3.2 gegen den SC Plettenberg – vier Punkte standen nach zwei Spieltagen zu Buche. Was indes folgte, war eine lange Misserfolgsserie. Und die endete zunächst auch nicht, nachdem das Trainergespann Anfang Oktober aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Interimsweise übernahm Timo Flieger, unter dessen Regie dann im November immerhin noch ein beachtliches 2:2 beim TSV Werdohl und am vorletzten Hinrundenspieltag ein enorm wichtiges 4:0 gegen den Honsel-Nachbarn SV Hellas gelangen.

Klar war, dass das Engagement von Flieger von ihm aus bis zum Beginn der Winterpause begrenzt war, und auch wenn es unter seiner Regie nicht entscheidend besser wurde, stellt ihm Abteilungsleiter Volker Vogelei ein gutes Zeugnis aus: „Es war eine ganz, ganz schwierige Situation, in der Timo übernommen hat. Er hat es mit viel Herzblut gemacht, leider hat sich der erhoffte Erfolg nicht eingestellt. Dennoch bin ihm sehr dankbar, dass er sich zur Verfügung gestellt hat.“

Farid Ouhbi „absoluter Wunschkandidat“

Am Zuge ist nunmehr Farid Ouhbi, der Anfang Dezember als neuer Chefcoach vorgestellt wurde. Der 42-Jährige wohnt nur einen Steinwurf vom Honsel entfernt, kümmert sich auch um das LTV-D-Juniorinnenteam, in dem seine Tochter spielt, wurde von Vogelei als „absoluter Wunschkandidat“ bezeichnet. Viele Spieler des A-Ligisten hatte er in der Hinrunde ohnehin als interessierter Zuschauer verfolgt, am Dienstag vergangenener Woche hat er mit der Mannschaft das Training aufgenommen.

Unterstützung erhält er in Person von Carsten Neumann – zu aktiven Zeiten in Diensten bei einigen Lüdenscheider Clubs – von einem neuen Co-Trainer, und auch bezüglich des Kaders hat sich einiges getan.

Nicht mehr dabei ist Deni Umakhanov (zum Ligarivalen TSV Lüdenscheid), dafür gibt es gleich sieben Neuzugänge: Vom SSV Lüdenscheid kehrt Tobias Terbeck zurück, Can Luca Kaan Kirchholtes kommt ebenfalls von einem Dickenberg-Verein (Polonia), Oguz Can Yilmaz, Samer Marjan und Leozan Avdojan haben zuletzt für unterklassige Teams des TSV Lüdenscheid gekickt, Georgios Apostolopoulos für den SV Hellas, während Marco Bevilacgua nach seiner Zeit beim RWL-Nachwuchs eine Pause eingelegt hatte.

„Das sind alles noch junge und laufstarke Spieler, die für frisches Blut sorgen. Ohnehin kann ich nach den ersten fünf Trainingseinheiten schon sagen, dass die Jungs mit großem Engagement bei der Sache sind, und das macht mich sehr zuversichtlich“, so Ouhbi.

Gewürzt werden die Trainingseinheiten mit insgesamt sechs Testspielen, Schwerpunkte gibt es für den neuen Trainer gleich mehrere: „Wir benötigen mehr defensive Stabilität und ein laufstarkes Mittelfeld, das André Schüngel entsprechend einsetzt“, hofft Ouhbi, das der Stürmer in der Rückrunde an seine früheren „Knipser“-Qualitäten anknüpfen kann.

Kann die Familie Ouhbi nach dem letzten Spieltag doppelt feiern?

Aktuell beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer zwar schon sechs Punkte, dennoch dominiert bei Ouhbi die Zuversicht: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es noch packen. Dafür müssen aber alle voll mitziehen.“ Und eine zusätzliche Hoffnung gibt es ohnehin: Auch der drittletzte Platz würde für den Ligaerhalt reichen, wenn Bezirksligist TuS Neuenrade, bei dem Farid Ouhbis Bruder Abi als Trainer fungiert, noch der Klassenerhalt gelingen sollte. Dann könnte in der Familie Ouhbi gleich doppelt gefeiert werden...

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