Handball

Kein typischer Aufsteiger

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Heiko Fischer (rechts/hier bei den Linscheider Handball-Tagen) und sein Team haben sich für die bevorstehende Bezirksliga-Saison hohe Ziele gesetzt. Team und Coach wollen an der Tabellenspitze ein Wörtchen mitsprechen.

Schalksmühle – Es ist jene Zeit im Kalender, die Spielern und Übungsleitern nicht eben helle Freude bereitet. Die Sporthalle am Schalksmühler Löh ist in den ersten drei Wochen der Sommerferien für den Trainingsbetrieb geschlossen, die Urlaubsplaner sind im Gegenzug randvoll. Bei Bezirksliga-Aufsteiger TuS Linscheid-Heedfeld ist das nicht anders. Gleichwohl hält Coach Heiko Fischer den Trainingsbetrieb aufrecht, wenngleich der Ball größtenteils in den Sporttaschen bleibt.

„Wir haben bisher nur an der Athletik und der Ausdauer gearbeitet“, sagt der Hagener Übungsleiter, der die Schalksmühler Höhengebietler im Frühjahr dieses Jahres aus der Kreisliga A in die Bezirksliga geführt hatte. Ausnahmen bestätigen die Regel: Bei den Emster Handballtagen war etwas Abwechslung angesagt für den TuS, ehe es am vergangenen Wochenende das erste Testspiel gegen den Kreisligisten PSV Recklinghausen II gab. 29:47 hieß es am Ende – eine deutliche, wenngleich bei näherem Hinsehen verständliche „Abreibung“ für den TuS, der mit gerade einmal sieben Feldspielern und ohne eine einzige Hallentrainingseinheit ins Vest gefahren war. Dementsprechend gelassen gibt sich der Coach. „Ab dem 29. Juli geht es richtig los“, sagt Fischer, der dann mit seiner Mannschaft allerdings „in die Vollen“ geht.

Viele Testspiele auf dem Programm

Acht Testspiele, ein Trainingslager, eine Turnierteilnahme und jede Menge Trainingseinheiten hat der Coach seiner Truppe in den Terminplan geschrieben. Eine Intensität, die nicht nur mit der höheren Spielklasse, sondern auch mit den Linscheider Zielen zu tun hat. Denn: Ganz bewusst geben sich die Schalksmühler nicht als der typische Aufsteiger, der – das wäre die normale Lesart – mit dem Klassenerhalt zufrieden ist. Der TuS will mehr. Deutlich mehr. „Oben mitspielen“, hatte Heiko Fischer direkt nach dem Sieg im „Aufstiegsfinale“ gegen die HSG Lennestadt die Ziele definiert – der ersten Euphorie war das nicht geschuldet. „Die Mannschaft hat sich hohe Ziele gesetzt. Und ich werde mich hüten, diese Ziele zu bremsen oder klein zu reden“, redet Fischer Klartext. Seinen Kader sieht der Coach gut aufgestellt.

Spielsystem steht schon fest

17 Spieler umfasst das Aufgebot aktuell, nach der Vorbereitung werden drei Akteure vorerst an die Reserve abgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es kaum Veränderungen – von den drei Neuzugängen einmal abgesehen. Wichtigster „Neuer“ ist sicherlich Marko Domjanic, der von der SG Attendorn/Ennest an den Löh gewechselt ist. „Er wird uns im Rückraum wesentlich flexibler machen“, sagt Fischer über den Rechtshänder, der seinem Freund Roberto Krpcacic an den Löh gefolgt ist. Ebenfalls neu im Aufgebot sind mit Kreisläufer Marvin Stöcker und Rechtsaußen Jonathan Schriever zwei Youngster, die an das Bezirksliga-Niveau herangeführt werden sollen.

Mit Blick aufs Spielsystem hat Heiko Fischer klare Vorstellungen. „Die 6:0-Abwehr wird erste Wahl sein“, macht der Hagener deutlich, „über leichte Ballgewinne müssen wir viel mehr in den Gegenstoß kommen. Sowohl erste als auch zweite Welle sind ausbaufähig, das hat uns in der vergangenen Saison gefehlt.“ Der Konkurrenzkampf, der im Kader erwächst, ist laut Fischer ein gewollter. Niemand dürfe sich seines Platzes sicher sein, lautet das Credo des Linscheider Übungsleiters, der den August als wichtigste Phase der Vorbereitung definiert, ehe es am Samstag, 14. September, beim VfS Warstein ernst wird. Seine Bezirksliga-Heimpremiere feiert der Aufsteiger eine Woche später am Löh gegen den TV Wickede-Ruhr. Zwei Spiele, die – geht es nach Fischer – die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte markieren sollen

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