Handball (Ligapokal)

Ligapokal: SGSH legt der DHB-Kommission eigenen Vorschlag vor

Zwei Jugendhandballer im Zweikampf
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Auch A-Jugend-Jungjahrgang Arvid Dragunski soll im Ligapokal für die SGSH zum Einsatz kommen.

Die SGSH will den Ligapokal der Drittligisten nur spielen, wenn es in der Gruppe B die Unterteilung in zwei regionale Dreiergruppen gibt. Weite Fahrten in den Norden lehnen die SGSH-Verantwortlichen ab.

Schalksmühle – Seit fünf Wochen trainieren die Drittliga-Handballer der SGSH Dragons wieder zweimal wöchentlich. Mit klarem Testkonzept und klarem Ziel: die Rückkehr in den Wettkampf. Am 10. April soll es soweit sein. Dann beginnt der Ligapokal für die Mannschaften der 3. Liga, die keine Ambitionen für die Aufstiegsrunde haben, aber auch nicht bis zum Herbst untätig sein wollen. 28 von 72 Drittligisten haben sich gemeldet.

So weit, so gut. Oder eben nicht. Die SGSH hat die Konstellation als südlichster Vertreter der Gruppe – mit Auswärtsfahrten nach Aurich, Augustdorf, Ahlen, Cloppenburg und Bremen (ATSV Habenhausen) – nicht eben goutiert.

Noch am Montagabend hat Mark Schür im Nachgang des digitalen Staffeltags nach Rücksprache mit dem Sportlichen Leiter Axel Vormann einen eigenen SGSH-Vorschlag zum Ausspielen der Runde an die DHB-Spielkommission geschickt: Zwei regional aufgestellte Dreier-Gruppen wünscht sich die SGSH und danach Überkreuzspiele – weniger Spieltage, weniger weite Fahrten. Eine Sechser-Gruppe lehnt die SGSH komplett ab.

Ligapokal: SGSH legt der DHB-Kommission eigenen Vorschlag vor

„Zehn Spieltage halten wir für unrealistisch. Das ist der Hauptpunkt. Dazu kommt, dass man bei allen Auswärtsspielen außer in Ahlen zweimal testen müsste. Man muss dann beurteilen: In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Ertrag?“, sagt der Vorsitzende, der aus Lemgo und Ahlen weiß, dass man auch die Dreier-Gruppen-Lösung präferieren würde, während Habenhausen und Cloppenburg sich – ebenfalls noch inoffiziell – gegen eine solche Lösung ausgesprochen haben. Doch was passiert, wenn es am Ende doch eine Sechser-Gruppe wird? „Dann werden wir nicht mitspielen“, sagt Mark Schür.

Genau an diesem Punkt droht es, knifflig zu werden, denn: Der SGSH-Vorschlag ist zwar allen Rivalen der Gruppe zugesandt worden – doch offiziell haben alle Vereine bis zum Donnerstag die Möglichkeit, sich für eine Spielvariante zu entscheiden. Die wird Staffelleiter Andreas Tiemann danach abfragen – bis zum Wochenende dürfte Klarheit über den Spielmodus herrschen. Melden müssen die Vereine indes definitiv bis zum Mittwochabend – und zwar unabhängig vom Spielmodus. „Wir sind Demokraten“, sagt Tiemann, „der Modus, der mehrheitlich beschlossen wird, muss dann auch von allen gespielt werden.“ Die Möglichkeit eines Rückzuges nach der Modus-Entscheidung ist nicht vorgesehen. Mark Schür aber sagt: „Wir werden unter der Prämisse melden, dass es Dreier-Gruppen geben wird.“

Zweiter DHB-Pokalplatz für Gruppe B zugesagt

Ein SGSH-Kritikpunkt ist derweil ausgeräumt: Die SGSH hatte bemängelt, dass die Gruppe B den „schlechtesten Quotienten“ aufweise. Die DHB-Spielkommission hat darauf noch am Montagabend nach der Konferenz reagiert: Für die Gruppe B gibt es bei fünf Bewerbern für den DHB-Pokal nun zwei Plätze. In den Achter-Gruppen sind es auch jeweils zwei Plätze, in der anderen Sechser-Gruppe, in der drei Bundesliga-Zweitvertretungen spielen, bleibt es bei einem Platz.

Zwei Plätze bei fünf Bewerbern – das scheint sportlich machbar für die Sauerländer, die nominell der Favorit der Gruppe B sind. Auch ohne den an Ferndorf ausgeliehenen Christopher Klasmann. David Bleckmann hat nach seiner Verletzung inzwischen wieder auftrainiert, steht zur Verfügung, wie der komplette Kader. „Neben Christopher Börner und Nico Jannack haben wir Arvid Dragunski als dritten Youngster dazugenommen“, sagt Cheftrainer Mark Schmetz und traut dem Sohn von Mark Dragunski, einem A-Jugend-Jungjahrgang, Einsatzzeiten im Ligapokal zu.

„Wir sehen das Ganze ja als Vorbereitung für die neue Saison“, sagt Schmetz, „für uns ist es wichtig, dass wir wieder in den Wettkampf kommen.“ Wenn möglich, soll auch der neue Kreisläufer, Oliver Perey (VfL Gummersbach II), im April schon zum Team stoßen.

Alternative zum Ligapokal während Freundschaftsspiele

„Es ist schade, dass aus NRW so wenig Mannschaften gemeldet haben“, sagt Mark Schmetz, „das hätten wir uns anders gewünscht. Aus sportlichen Gesichtspunkten würde ich den Ligapokal auf jeden Fall gerne spielen. Dass es noch andere Gesichtspunkte aus Sicht des Vereins gibt, ist klar. Am Ende muss der Verein entscheiden, ob die Runde dann für ihn sinnvoll und machbar ist.“

Dass die Spieler heiß sind, wieder Spiele zu bestreiten, sieht auch Mark Schür. „Zur Not würden die bis nach Berlin fahren“, sagt er, doch das Vorgehen bezüglich einer Sechser-Gruppe ist trotzdem im Verein klar abgestimmt. „Wenn wir den Ligapokal nicht spielen würden“, sagt Schür, „dann würden wir in der Region halt Freundschaftsspiele machen. Vielleicht gegen Hagen oder Krefeld, wenn sie spielfrei sind und im Rhythmus bleiben wollen, oder gegen Volmetal.“ Gespielt werden soll auf jeden Fall – aber nicht so gerne außerhalb NRWs...

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