Weltrekord beim Kehraus

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Die Leverkusenerin Franziska Liebhardt stellte beim Kehraus am Nattenberg einen Kugelstoß-Weltrekord in der Schadensklasse F37 auf und setzte vor der Behinderten-WM Ende Oktober in Doha damit ein Ausrufezeichen.

Lüdenscheid - Eine der letzten Gelegenheiten für die Behindertensportler war es, vor der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha Ende Oktober ihre Form zu überprüfen.

Franziska Liebhardt tat mehr als das: Die Leverkusenerin stellte beim Kehraus der LG Lüdenscheid im Nattenberg-Stadion mit 13,28 Metern einen neuen Kugelstoß-Weltrekord in der Wettkampfklasse F37 auf.

Damit ist die 33-Jährige, die durch eine Bewegungsstörung infolge einer frühkindlichen Hirnschädigung eingeschränkt ist, zu den Medaillen-Favoriten für die WM auf der arabischen Halbinsel zu zählen.

Franziska Liebhardt, die mit dieser Weite auch das Kugelstoßen der Frauen für sich entschied, wurde von der früheren Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius begleitet. Ebenfalls am Nattenberg vor Ort und immer wieder in Gespräche mit Nerius vertieft: die Lüdenscheiderin Simone Lüth, Trainerin beim TV Wattenscheid und Mitglied des deutschen Trainerteams für Doha.

Einer von Lüths Schützlingen ließ in der Kreisstadt ebenfalls aufhorchen: Katrin Müller-Rottgardt, wie Franziska Liebhardt 33 Jahre alt, stellte im Weitsprung einen neuen Deutschen Rekord in der Schadensklasse F12 auf. 5,30 Meter erreichte die beträchtlich sehbehinderte Wattenscheiderin.

Doch auch aus dem heimischen Kreis zeigten gerade einige Jugend-Leichtathleten starke Leistungen. Alexandra Esser (weibliche Jugend U20) vom TV Wiblingwerde setzte mit 12,73 Meter im Kugelstoßen mit der 4-kg-Kugel ein Ausrufezeichen mit Blick auf die bevorstehende Hallensaison. Christopher Hamel von der LG Halver-Schalksmühle (männliche Jugend U18) schleuderte den Speer 47,65 Meter weit, stellte damit eine neue persönliche Bestleistung auf und belegt jetzt Platz drei auf der ewigen Kreisbestenliste dieser Altersklasse.

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