Sport-Club sucht seine Minimalchance im Stadtderby

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RWL-Torjäger Ewald Platt zieht im Hinspiel vorbei an SCL-Abwehrspieler Marvin Schreyer ab in Richtung Tor.

Lüdenscheid - Verschenkt wird nichts. Und dabei spielt keine Rolle, ob das Bezirksligaderby zwischen Rot-Weiß und SC Lüdenscheid (Sonntag, 15 Uhr, Nattenberg-Kunstrasen) zumindest für mehr als ein Jahr das letzte Punktspielduell zwischen den „feindlichen“ Stadtnachbarn sein kann.

„Wir wollen gewinnen. Dabei geht’s aber überhaupt nicht darum, dass wir den SC aus der Liga schießen wollen, sondern dass wir unseren Weg gehen wollen. Und der bedeutet, dass wir jedes Spiel gewinnen möchten“, kündigt „Dreggi“ an. Unabhängig davon, dass vom Wehberg durch die Fan-Abteilung im Saisonverlauf wiederholt Stimmung gegen den Nattenberg-Klub gemacht worden war. „Ich hoffe, dass die Partie genauso fair verläuft wie das Hinspiel. Da war vom Gift wie im Vorjahr nichts zu spüren“, wünscht sich der RW-Coach, weiß natürlich, das für den Gast eine Menge vom Ausgang abhängt.

„Für uns gibt’s nur hop oder top, wir müssen gewinnen, sonst sind wir weg“, hat für SCL-Mitcoach Jörg Schreyer das Duell schon außerordentliche Bedeutung. „Ich hoffe, dass wir gewinnen, obwohl wir nur eine Rumpfelf an den Start bringen können, aber auch, dass die Partie anständig über die Bühne geht.“ Ins gleich Horn stößt Spielertrainer Michael Dolezych. „Die Chancen sind minimal. Aber wir werden alles versuchen zu gewinnen, so lange rechnerisch noch eine klitzekleine Chance besteht. Vielleicht gibt das Derby meinem Team noch einen besonderen Motivationsschub“, meint er, aber auch: „Emotionen gehören zum Fußball, aber sie müssen in vernünftigem Rahmen bleiben und nicht ausufern“.

Beide müssen neben ihren Langzeitausfällen kurzfristig auch auf den aus der Reserve hochgezogenen Florian Jeworutzki (dicker Knöchel) verzichten, dazu komme ein ganz dickes Fragezeichen hinter dem Namen von Felix König, der sich mit Problemen am Mittelfuß herumplagt. „Das sind schwerwiegende Ausfälle, die wir durch A-Junioren auffangen wollen, die aber morgens ihr erstes Aufstiegsrundenspiel haben“, sagt Schreyer. Wieder da ist Artur Krämer, der aber genau wie Birol Yilmaz (TSV Herscheid) dem Klub wohl den Rücken kehren wird. Den Angreifer zieht’s zurück nach Meinerzhagen.

Ohne Ausfälle kommt aber auch RWL nicht aus: Höchstwahrscheinlich wird Keeper-Hüne Jonas Brackmann wegen einer Zerrung im Ellenbogengelenk ebenso ausfallen wie Außenverteidiger Jorgo Vassos (Oberschenkelzerrung). Dafür dürfte Torjäger Ewald Platt – der trotz Nattenberg-Zusage hinter den Kulissen mit Landesligist Hohenlimburg in Verbindung gebracht wird – seine Knieprobleme soweit auskuriert haben, dass ein Einsatz ebenso möglich ist wie beim angeschlagenen Timo Sommer.

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