Handball, 3. Liga Nord-West

Gutmanis-Stippvisite am Löh

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Ein Plausch nach dem Abpfiff: Ex-SGSH-Linkshänder Valdis Gutmanis (rechts) im Gespräch mit Florian Diehl.

Schalksmühle – Es war im Mai 2013, als Valdis Gutmanis noch ein letztes Mal neun Treffer für die SG Schalksmühle-Halver erzielte. In Bergkamen gab der lange Linkshänder aus Lettland seinerzeit seinen Ausstand im SGSH-Trikot.

Am Samstag mischte sich Gutmanis unter die 300 Zuschauer beim 31:21-Heimsieg der SGSH gegen die Gummersbacher Reserve, musste viele Hände alter Bekannter schütteln. Eine kurze Stippvisite an alter Wirkungsstätte, nach dem Schlusspfiff ein Pläuschchen mit Florian Diehl, dem letzten verbliebenen Spieler aus jener Mannschaft, mit der Gutmanis 2013 von der Oberliga in die 3. Liga aufgestiegen war. Schwelgen in Erinnerungen. Von August 2010 bis Mai 2013 ging der 1,98 Meter große Lette für die Sauerländer auf Torejagd und war daneben auch der Chef der Abwehr. Seinerzeit noch ein Hüne mit Zopf, heute nun mit akkurater Kurzhaarfrisur – und auch deshalb von seinem Ex-Kollegen Florian Diehl gar nicht direkt erkannt... Gutmanis hatte vor seiner Zeit in Schalksmühle schon in Aue, Pirna und Schwerin gespielt. Von der SGSH wechselte der Student der Wirtschafts-Psychologie nach Zweibrücken und stieg mit den Saarländern aus der 3. Liga ab. Doch Gutmanis hatte danach auch noch gute Zeiten, fand bei den Mecklenburger Stieren in Schwerin sein sportliches Glück und machte auch noch einige Spiele in der lettischen Nationalmannschaft – bis er 2017 im Alter von 33 Jahren seine Handball-Karriere beendete. „Ich habe nach einem guten Jahr aufgehört“, erzählte Gutmanis am Löh. Die Schulter hatte sich gemeldet, auf eine Saison mit Verletzungen hatte er keine Lust mehr. So setzte er danach ganz auf die berufliche Karte. Gutmanis arbeitet inzwischen als Junior-Einkäufer für Lidl Lettland – und in diesem Kontext hat ihn seine Arbeit nach einer Zeit in Litauen nun für vier Wochen nach Wuppertal geführt. Danach geht es weiter nach Rumänien. Am Löh schaute er sich seine alte SGSH in den neuen Drachentrikots an. Auf seiner Position mit einem würdigen Nachfolger: Gutmanis sah elf Tore von einem an diesem Tag überragenden Fabian Hecker im rechten Rückraum – und fuhr zufrieden zurück ins Bergische Land.

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