Mehr politisches Gewicht durch neuen Dachverband

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Erklärte die Pläne des WTB: Präsident Manfred Hagedorn.

Lüdenscheid - Hoher Besuch im Lenne-Volme-Gau: Beim Gauturntag am Samstag im Saal der Gaststätte Streppel überbrachte der neue Präsident des Westfälischen Turner-Bundes, Manfred Hagedorn, die Grüße des WTB-Präsidiums und zeichnete zudem den Gaukassierer Helmut Trimpop (Nachrodt) mit der WTB-Ehrennadel in Bronze aus.

Von Thomas Machatzke

Hagedorn bezeichnete die Gaue in seinem Grußwort als „Bindeglied zwischen Mitgliedern und Verband“ und lobte die Arbeit in den Gauen. Er überbrachte den Delegierten außerdem eine klare Botschaft: „Der WTB hat ein klares Bekenntnis zum Standort in Hamm abgelegt“, sagte Hagedorn, „wir werden mit dem Rheinischen Turnerbund zusammenarbeiten und auch enger zusammenrücken – aber wir werden immer zur Landesturnschule in Oberwerries stehen.“

Die Pläne einer Fusion von WTB und RTB, die die Basis in den vergangenen Jahren sehr beschäftigt und auch viel Widerspruch provoziert hatte, sind erst einmal vom Tisch. Der neue Weg ist ein anderer. „Der Gedanke ist nun die Entwicklung eines gemeinsamen Dachverbandes in NRW“, sagte Hagedorn. Damit wollen die Präsidien von WTB und RTB auch wieder mehr Einfluss auf Landesebene bekommen. Aktuell gibt es im Präsidium des Landessportbundes keinen Vertreter der Turnverbände. Auch gegenüber der Sportregierung in NRW könne der Turnsport mit einem übergeordneten Dachverband anders auftreten.

Regionalisierung ein großes Thema

Klar machte Hagedorn außerdem, dass es beim Landesturntag im Herbst in Schloss Neuhaus keine neue WTB-Satzung geben wird. Eine solche war zwar zuletzt andiskutiert worden, ist jedoch zunächst verworfen worden: Stattdessen wolle der WTB in der Praxis mehr Themenfelder bearbeiten, die zuletzt durch die Diskussionen um die Fusion doch ein wenig zu kurz gekommen seien. „Wir haben uns in einigen Dingen dadurch nicht weiterentwickelt“, sagte der Dortmunder und setzte neben der Arbeit an einem neuen Dachverband zwei weitere Themenfelder für die nächste Zeit auf die Agenda: Zum einen soll es Änderungen im Bereich des Spitzensports geben. Zum anderen aber geht es dem WTB-Präsidium auch die Regionalisierung des Sports, also darum, vor Ort wieder aktiver zu werden und den Gauen bei der Arbeit neue Hilfestellungen zu geben.

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