SGSH bangt zum Start um Kristian Eskericic

Heiß auf den Saisonstart, aber von einer Verletzung ausgebremst: Linkshänder Kristian Eskeric wird der SGSH möglicherweise am Samstagabend gegen die HSG Lemgo II an der Mühlenstraße fehlen.

Halver - Es ist nicht die Art von Auftaktspiel, die sich ein Trainer wünscht: Die schwer einzuschätzende Reserve der HSG Lemgo, in der Vorsaison immerhin Tabellendritter der 3. Liga West, wird am Samstagabend (19.30 Uhr) ihre Visitenkarte in der Sporthalle Mühlenstraße abgeben.

„Wir können es uns nicht aussuchen, spielen müssen wir ohnehin gegen alle“, sagt SGSH-Trainer Mathias Grasediek, „und außerdem: Vor einem Jahr kam zum Auftakt der TuS Ferndorf. Das war eine gewiss noch schwerere Aufgabe – und am Ende war es der beste Tag für uns, gegen Ferndorf zu spielen.“ Der Temporausch zum Saisonauftakt 2014/15 mit dem Sieg gegen den späteren Meister aus dem Siegerland ist noch in den Köpfen. Es war eine Art perfekter Start für die SGSH seinerzeit.

Einen solchen wünscht man sich nun auch gegen Lemgo, einen Gegner, der nicht so attraktiv ist wie Ferndorf, aber mindestens so unangenehm. „Da sind viele junge Spieler, die Vollgas geben und gerade aus einer besonders intensiven Vorbereitung kommen“, sagt Grasediek, „sie haben zum Teil doppelt trainiert. Da werden Tempo und Pass-Sicherheit schon hoch sein.“

"Wundertüte" aus Ostwestfalen

Trotz einiger Abgänge ist das Lemgoer Team vergleichbar mit dem der Vorsaison, wobei ein Top-Shooter wie der nach Essen gewechselte Georg Pöhle sicher nie ganz zu ersetzen sein wird. Dazu kommt, dass beim letzten Test am Wochenende in Friesenheim mit Valentin Schmidt, Yannik Löhr und Philipp Vorlicek noch drei wichtige Spieler fehlten. Die nachwachsenden A-Junioren sind noch schwer einzuschätzen. Es ist eine Wundertüte, die die SGSH erwartet – in der Vorsaison waren es keine schönen Erlebnisse, gingen beide Partien gegen die Lipperländer verloren.

Der Blick auf Lemgo ist vor dem Start derweil die eine Sache, der Blick aufs eigene Personal die andere: Vor dem Start gibt es die nächste personelle Hiobsbotschaft. Zum Abschluss des Trainings am Dienstag landete Kristian Eskericic nach einem Wurf unglücklich auf dem Fuß von Abwehrchef Maciej Dmytruszynski und knickte um. Sein Einsatz für den Samstagabend ist fraglich. Das Linkshänder-Problem verschärft sich damit: Fest steht, dass aus der Linkshänder-Fraktion Todor Ruskov und Achim Jansen verletzt fehlen werden, bei Julian Mayer immerhin waren die ersten Trainingseindrücke überraschend gut, so dass es vielleicht für ein Comeback reichen könnte. „Das ist aber nach vier Wochen kompletter Pause auch höchstens etwas für ein paar Minuten“, sagt Grasediek.

"Die erste Sechs bis Acht steht"

Neben den Linkshändern wird auch Florian Diehl verletzt ausfallen. Aus dem opulent besetzten Rückraum ist somit nicht viel übrig geblieben, zumal auch Maciej Dmytruszynski noch nicht wieder komplett problemfrei ist. Trotzdem brennt das Team auf den Start, will nach den mageren Leistungen zum Ende der Vorbereitung ein Ausrufezeichen setzen. „Es waren nur Vorbereitungsspiele“, sagt Grasediek, „die sollte man nicht überbewerten, aber andererseits eben auch nicht kommentarlos hinnehmen. Klar ist: Ein anderer Verlauf wäre wünschenswerter gewesen, weil gerade die jungen Spieler Erfolgserlebnisse für ihr Selbstvertrauen brauchen.“

Gegen Lemgo können sie sich am Samstag ein solches erarbeiten. „Die erste Sechs bis Acht steht im Kopf“, sagt Grasediek und ist gespannt auf den Start. Auch darauf, wie seine vielen neuen Gesichter sich im Ernstfall präsentieren werden. „Training, Testspiel und Meisterschaftsspiel – das sind beim Handballer so verschiedene Dinge. Den Wettkampfmodus kennen wir bei unseren Neuzugängen noch gar nicht.“ Letzteres gilt bis zum Samstagabend – dann werden die Verantwortlichen und auch die Fans zumindest in dieser Frage ein bisschen schlauer sein.

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