Leichtathletik

Leichtathletik-Verband plant späte Saison

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Weiterhin ausgesetzt ist der Wettkampfbetrieb der heimischen Leichtathleten.

Kreisgebiet – „Noch immer hat uns die Corona-Pandemie voll im Griff und führt auch weiterhin dazu, dass der Wettkampfbetrieb in der Leichtathletik ausgesetzt ist und auch der Trainingsbetrieb in den Vereinen nur mit großen Einschränkungen wieder durchgeführt werden kann“, sagt Bernhard Bußmann. Der Vorsitzende des Verbands-Leichtathletik-Ausschusses (VLA) im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) informiert über die aktuellen Entwicklungen in der westfälischen Leichtathletik.

Laut der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 8. Mai sind bis zum 31. August 2020 alle Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen untersagt. Diese Verordnung galt zwar nur bis zum 25. Mai und wird auch ständig fortgeschrieben, der Verbands-Leichtathletik-Ausschuss geht aber davon aus, dass an dem Termin 31. August 2020 derzeit nichts geändert wird, zumal auch auf Bundesebene sämtliche Großveranstaltungen bis zu diesem Termin untersagt sind. Neu gestellte Anträge auf die Durchführung von Sportfesten und Straßenläufen werden daher auch von der FLVW-Geschäftsstelle bis zum 31. August 2020 nicht genehmigt.

Der FLVW plant derzeit noch mit einer „Late Season“ für den September mit den NRW-Meisterschaften Männer/Frauen, den NRW-Meisterschaften U20/U18/U16 und dem DJMM-FLVW-Finale am 26./27. September und den NRW-Hammerwurfmeisterschaften. 

Allerdings: Der LV Nordrhein hat zwischenzeitlich erklärt, dass er in 2020 keine Meisterschaften mehr durchführen wird. Somit könnten die oben genannten NRW-Meisterschaften, wenn überhaupt, nur als Westfalen-Meisterschaften ausgetragen werden. Bei der nächsten Videokonferenz der Kommission Wettkampforganisation soll dann eine Entscheidung auf der aktuellen Grundlage getroffen werden.

Rüsch: "Abwarten, wie sich die Situation nach den Ferien gestaltet"

Und im heimischen Kreis? – Nachdem sämtliche für dieses Jahr geplanten Veranstaltungen seit Beginn der Pandemie im März abgesagt wurden, hält Wettkampfwartin Gertraud Rüsch (TV Wiblingwerde) nichts von irgendwelchen Schnellschüssen: „Die Entwicklung in den letzten Wochen hat doch gezeigt, wie schnell sich irgendetwas wieder ändern kann. Wir warten erst einmal, wie sich die Situation nach den Sommerferien gestaltet. Ob ein Werfertag in Plettenberg, Maxwelt24-Cup in Halver oder der Kehraus von der LG Lüdenscheid – es stehen ja noch einige Veranstaltungen auf dem Plan, die eventuell unter dann geltenden Auflagen durchgeführt können. Was ich aber schon jetzt sagen kann, ist, dass die ausgefallenen Kreismeisterschaften in diesem Jahr nicht mehr nachgeholt werden. Wenn überhaupt, dann gibt es höchstens die Kreisbestenkämpfe für die Jüngeren in allerdings abgespecker Form.“ 

In einigen Kreisen und Kommunen ist derweil eine gewisse Rückkehr zu etwas Normalität wieder festzustellen, wenn dort Leichtathleten unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsvorschriften wieder mit dem Trainingsbetrieb, wenn auch meistens nur in kleineren Gruppen, wieder beginnen konnten. Allerdings gibt es in NRW auf der lokalen Ebene aber auch völlig unterschiedliche und gegensätzliche Auslegungen der Corona-Schutzverordnung, die im schlimmsten Fall dazu führen, dass zahlreiche Sportanlagen für die Leichtathleten auch immer noch komplett gesperrt sind. In der Regel müssen die Vereine den Kommunen vorab ein Hygienekonzept vorlegen, welches dann Grundlage dafür ist, dass die Genehmigung zur Nutzung der Anlagen wieder ausgesprochen wird.

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