Leichtathletik

Zu großer bürokratischer Aufwand: LG Lüdenscheid verschiebt Trainingsstart

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„So wie es jetzt geplant ist, ist es zwar gut gemeint, aber eigentlich der größte Quatsch", sagt Hanni Riedel.

Lüdenscheid – Eigentlich hatten die Leichtathleten der LG Lüdenscheid nach den Lockerungen, die das Land NRW am Mittwoch verkündet hatte, in der neuen Woche wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen wollen, doch daraus wird erst einmal nichts,

Nach Rücksprache mit dem LG-Vorsitzenden Jörn Knobel haben die drei LG-Trainer Hanni Riedel, Undine Ahlhorn-Schulte und Udo Bechtel entschieden, den Neustart bis auf Weiteres zu verschieben. „Ich hatte mich so gefreut, dass wir wieder anfangen können“, sagt Hanni Riedel, „aber bei den Voraussetzungen – nein...“ 

Riedel und seinen Mitstreitern ist der organisatorische und bürokratische Aufwand, der für jede einzelne Trainingseinheit droht, entschieden zu groß. Vor jedem Training sind die Verantwortlichen angehalten, jeden Trainingsteilnehmer immer neu einen zweiseitigen Fragebogen ausfüllen zu lassen. 

„Da nimmst du einen Stapel Papier mit den Platz, Kugelschreiben, Desinfektionsmittel, Einmal-Handschuhe – das geht vielleicht im Training mit einem Kaderathleten, aber nicht in größeren Gruppen“, sagt der erfahrene LG-Coach. Zwar dürfen aktuell ohnehin nur Fünfer-Gruppen mit einem Coach trainieren, aber wenn sich zum Beispiel drei Gruppen mit je fünf Mann und einem Trainer im Nattenberg-Stadion in gebotenem Abstand verteilen würden, wäre der Erfassungsaufwand immens. 

„Wir haben uns deshalb entschieden, nun erst einmal abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln – auch vor dem Hintergrund, dass es ja in diesem Jahr wohl keine Wettkämpfe geben wird“, sagt Riedel, „so wie es jetzt geplant ist, ist es zwar gut gemeint, aber eigentlich der größte Quatsch.“

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