Bleul feiert in Leverkusen Sensationssieg

Westdeutsche Meisterin im Kugelstoßen: Laura Bleul. Foto: Birkenstock

Leverkusen -   Laura Bleul von der LG Halver-Schalksmühle ist Westdeutsche Hallenmeisterin im Kugelstoßen der weiblichen Jugend U18. Sie steigerte ihre Bestleistung gestern in Leverkusen um 73 Zentimeter auf 13,40 Meter und sorgte damit für eine faustdicke Überraschung.

Als Sechste der Meldeliste in den Ring gegangen, blieb sie gleich im ersten Versuch mit 12,42 Metern nur knapp unter ihrer Bestleistung von 12,67 Metern, mit der sie vor zwei Wochen bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften noch Platz fünf belegt hatte.

Im zweiten Versuch schockte sie die Konkurrenz dann mit ihrer Steigerung auf 13,40 Meter. Drei Athletinnen waren mit noch größeren Bestweiten gemeldet, konnten ihr Potenzial aber gestern nicht abrufen und Bleul somit nicht mehr gefährden.

Nach neuer Bestleistung war die Luft raus

Bei der 16-jährigen Schalksmühlerin war nach der Leistungsexplosion die Luft ein wenig raus. Immerhin landeten alle Stöße mehr oder weniger deutlich jenseits der 12-Meter-Marke – ein Niveau, an das im Dezember noch nicht zu denken war. Im letzten Versuch schob sich Mona Khulusi vom TSV Bayer Leverkusen mit 13,28 Meter noch auf Platz zwei vor und verdrängte die Top-Favoritin Leonora Ahmetaj, die bei 12,97 Metern hängen blieb (Bestleistung: 13,86 Meter), auf Rang drei. Franziska Folz von der LG MTV/StR Altena hingegen kam gestern mit dem Ring überhaupt nicht zurecht und verpasste überraschend den Einzug in den Endkampf. Bei den ersten beiden Versuchen trat die junge Burgstädterin über – und mit gültigen 12,46 Metern blieb sie weit hinter der eigenen Bestleistung zurück.

Florian Kalb klagt über „Bummelrennen“

Eine erhebliche Steigerung gegenüber den „Westfälischen“ legte Tim Dahlhaus von der LG Lüdenscheid hin. Hatte er sich in Dortmund über seine 400-m-Zeit von 54,12 Sekunden noch enttäuscht gezeigt, so ließ er gestern mit 52,88 Sekunden einen Hallen-Hausrekord folgen. Verdienter Lohn in der U18-Klasse war Platz vier. Vereinskollege Florian Kalb haderte indes mit sich und der Konkurrenz. Da lediglich elf Starter die 1500 m bei den Männern in Angriff nahmen, gab es nur einen Lauf. Auf ein „Bummelrennen“ hatte Kalb im Gegensatz zur Konkurrenz keine Lust, ergriff forsch die Initiative, um dann ab 900 m einen Gegner nach dem anderen passieren lassen zu müssen. So verfehlte er letztlich als Siebter mit 4:04,34 Minuten sein Ziel, unter vier Minuten bleiben zu wollen, deutlich.

Bronze brachte Alexandra Esser (TV Wiblingwerde) mit nach Hause. Im Kugelstoßen der Frauen machte sie zwar nicht ihren besten Wettkampf, stieß die Kugel dennoch im letzten Versuch auf 13,23 m. Siegerin wurde Annina Brandenburg (ART Düsseldorf, 13,64 m).

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