Leichtathletik-Meisterscaften: Schon die „Quali“ ein Erfolg

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Auf gutes Gelingen in Nürnberg: Die 4x400 m-Staffel der LG Lüdenscheid mit (von links) Tim Dahlhaus, Florian Kalb, Frederik Wolf und Niklas Bergmann möchte mit von Trainer Hanni Riedel gesponserten T-Shirts bei der DM eine möglichst gute Figur abgeben.

Kreisgebiet - Auch heimische Athleten gehen von Freitag bis Sonntag bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften an den Start.

Ein „Dauergast“ bei nationalen Titelkämpfen ist mittlerweile schon Niklas Bühner. Nachdem der Plettenberger sein Studium in den USA abgeschlossen hat, liegt sein Schwerpunkt derzeit auf der beruflichen Perspektive. Seit März absolviert der 25-Jährige beim Sportartikelhersteller „Puma“ in Herzogenaurach ein Praktikum, im nahe gelegenen Nürnberg hat Bühner daher quasi ein „Heimspiel“.

„Puma macht zwar alles möglich, dass Niklas regelmäßig trainieren kann, aber natürlich geht das nicht mehr in dem Maße, wie es noch als Student möglich war. Dazu laboriert er aus der Cross-Saison noch immer an einer sehr hartnäckigen Fersenverletzung, die noch nicht gänzlich auskuriert ist“, ist für Vater Ralf schon die erneute Qualifikation seines Sohnes für die DM ein Erfolg.

Ganze drei Wettkämpfe (2x 3000 m, 1x 5000 m) auf der Bahn hat der weiterhin für die SG Wenden startende Vier-Täler-Städter im bisherigen Saisonverlauf daher nur absolviert, doch die „Quali“ über die 5000 Meter gelang ihm auf Anhieb. Und das sehr souverän, denn beim „Mini-Internationalen“ in Koblenz blieb er am 27. Mai mit 14:13,90 Minuten mehr als zwölf Sekunden unter der Norm (14:26), verfehlte trotz reduzierten Trainingsumfangs seine persönliche Bestzeit um nur rund sechs Sekunden.

Damit steht Bühner in der Meldeliste der insgesamt 28 Teilnehmer auf Rang 14, will sich einfach überraschen lassen, was am Sonntag (Startschuss 16.15 Uhr) geht. „Im Vorjahr war Niklas in Ulm Neunter, wenn er jetzt irgendwo zwischen Platz zehn und 15 ins Ziel kommt, wäre das in Ordnung“, beschreibt Vater Ralf die Erwartungshaltung, rechnet ob des riesigen Läuferfeldes (alle in einem Lauf) ähnlich wie 2014 mit einem sehr unrhythmischen Rennverlauf.

Bergmann springt für Straube in die Bresche

Das zweite Mal nach 2013 hat sich derweil eine 4x400 m-Staffel der LG Lüdenscheid in der männlichen U20-Klasse für die DM qualifiziert. Und das höchst überraschend, denn ohne jegliche Konkurrenz liefen Tim Dahlhaus (noch U18), Frederik Wolf, Jannik Straube und Florian Kalb am 14. Mai bei einem Sportfest in Witten 3:31,66 Minuten, blieben damit knapp unter der geforderten Norm von 3:32,20 Minuten. „Wenn man bedenkt, dass die Jungs eher aus dem Sprint- oder Mittelstreckenbereich kommen, ist das schon ein Riesenerfolg. Alles, was jetzt kommt, ist eigentlich nur noch Zugabe“, verweist Trainer Johannes Riedel darauf, dass das Quartett im Feld der 22 Staffeln mit der 22. Zeit eigentlich nur positiv überraschen kann.

Als Ziel gibt „Hanni“ aus, nicht Letzter zu werden, was er durchaus für realistisch hält. „Ein Dutzend Staffeln bewegt sich zwischen unserer Zeit und 3:28 Minuten. Die Jungs haben sich seit Witten verbessert, ich traue ihnen nach den letzten Trainingseindrucken eine Zeit unter 3:30 Minuten zu“, sieht der Coach den Vorläufen (am Samstag ab 11.35 Uhr) mit einigem Optimismus entgegen. Utopisch dürfte allerdings eine Verbesserung des eigenen Kreisrekords sein (3:26,03), den die LG-Staffel 2013 als Gesamtneunter bei der DM in Ulm aufgestellt hatte. Von damals noch dabei ist lediglich Florian Kalb.

Gegenüber Witten wird es zu einer Umbesetzung kommen. Straube weilt derzeit in den USA, dafür springt an Position drei Niklas Bergmann (wie Dahlhaus ebenfalls noch U18) in die Bresche.

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