Ein neuer Hausrekord ist das Ziel

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Startet bei der Zehnkampf-DM in Vaterstetten: Patrick Raatz.

Halver - Für Leichtathlet Patrick Raatz steht am Wochenende der wichtigste Wettkampf des Jahres an: Der aus Halver stammende und in Köln lebende Zehnkämpfer startet am Samstag und Sonntag in Vaterstetten (Bayern) bei der Deutschen-Zehnkampf-Meisterschaft. Sein Ziel ist eine neue persönliche Bestleistung.

Von Emanuel Holz

Und diesem Vorhaben ordnet der Sportstudent in der „heißen“ Trainingsphase vor der Meisterschaft alles unter: „Ich trainiere jeden Tag außer sonntags. Meistens so zwei, drei Stunden lang. Im September trainiere ich gar nicht, dann aber von Oktober bis einschließlich August komplett durch“, berichtet der 26-Jährige, der zurzeit an seinem Examen an der Sporthochschule Köln arbeitet.

Aktuell schuftet Raatz im Krafttraining und feilt zudem an technischen Inhalten, denn in den technischen Disziplinen wie dem Stabhochsprung und Speerwerfen „bin ich nicht ganz so gut“. Zudem stehen Schnelligkeits- bzw. Sprinttraining auf dem Plan.

Ziel ist ein neuer Hausrekord

Seine Stärken sieht der ehemalige Hürdenläufer der LG Halver-Schalksmühle – logisch – im Hürdenlauf, über die 400-Meter und die Abschlussdisziplin 1500 Meter. Die Qualifikation gelang ihm in diesem Jahr bei der Konkurrenz in Wesel (6179 Punkte): „Da war ich nur knapp hinter meiner Bestmarke (6266 Punkte, die Redaktion), die ich angreifen will.

Wenn das Wetter stimmt, dann ist das drin“, meint Raatz, der in den Kampf um Medaillen nicht eingreifen wird. Mit seiner Qualifikationsleistung steht er als 22. von 27 Teilnehmern auf der Meldeliste. Am Freitag checkt der Zehnkämpfer vom „Leichtathletik-Team der Sporthochschule Köln“ mit einer Klubkameradin (Siebenkämpferin), vier Trainern und einem Physiotherapeuten im Hotel in Vaterstetten ein. Die Kosten trägt der Verein.

Wettkampfdruck hin oder her, für Raatz zählt neben der ordentlichen Vorbereitung und Regeneration auch ein Schuss Lockerheit: „Klar werde ich nach den Wettkämpfen auslaufen, nachdehnen und mich vom Physio durchkneten lassen. Aber am Samstagabend trinke ich vielleicht auch ein Weizenbier. Ob mit oder ohne Gas, weiß ich noch nicht. Aber eins geht“, sagt Raatz und lacht.

Freunde und Verwandte drücken die Daumen

Trotz sechs Trainingseinheiten in der Woche und den Verpflichtungen im Studium hat der Zehnkämpfer den Kontakt in die Heimat nicht abreißen lassen: „Ich schaffe es noch ein- oder zweimal pro Monat nach Hause und treffe Freunde und Familie.“ Sie werden ihm alle aus der Ferne die Daumen drücken.

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