Erste Standortbestimmung für Leichtathleten

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Florian Kalb läuft auch bei den Westdeutschen Meisterschaften.

Kreisgebiet - Während im Freien noch kalte Temperaturen herrschen, wird es in den kommenden Wochen heiß unter dem Hallendach. Für die Leichtathleten beginnt die Hallensaison.

An den kommenden Wochenenden finden die Offenen NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften in Düsseldorf und die Westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund statt.

Bei den Offenen NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften hat Jutta Steinhanses-Kordt gute Medaillenchancen. Sie startet für die LG Plettenberg/Herscheid im W65-Feld im Kugelstoßen. Im Vorjahr startete sie noch in der W60-Klasse und gewann mit einer Weite von 9,89 Meter. Im gleichen Starterfeld wird auch Gertraud Rüsch vertreten sein. Die 67-Jährige (TV Wiblingwerde) sicherte sich im vergangenen Jahr mit 9,46 Metern den Titel. Sie sieht sich für die anstehenden Titelkämpfe gut gerüstet. „Vorausgesetzt, ich werde nicht kurzfristig krank, bin ich bereit. Mit dem, was ich im Moment leisten kann, bin ich zufrieden.“ Auch wenn es am Ende nicht zum ersten Platz reichen sollte, würde das nicht unbedingt einen schlechten Wettkampf bedeuten. Rüsch ist es wichtiger, ihr persönliches Ziel zu erreichen. „Ich würde gerne über neun Meter stoßen, das wäre in Ordnung“, sagt die Athletin, die Mitte Februar auch bei den Deutschen Meisterschaften antritt. Ebenfalls für den TV Wiblingwerde tritt Uwe Rath an, der in der M80 im Kugelstoßen an den Start geht.

Maximowitz erstmals in der M50

Ein erster Härtetest werden die Meisterschaften für Dirk Maximowitz. Bestleistungen seien von ihm nicht zu erwarten, weil er sich mitten im Training befindet.

Da er erstmals in der M50 an den Start geht und daher beim Kugelstoßen eine leichtere Kugel bekommt, wird er seine Weite dort verbessern. Der Verzicht auf den Weitsprung, der neben Kugelstoßen, 200 Meter und 60 Meter seine vierte Disziplin war, hat gesundheitliche Gründe. „Ich hatte eine Blockade im Sprunggelenk. Die ist zwar weg, aber wenn ich viel springe, merke ich noch etwas.“ Daher werde er frühestens Mitte Februar wieder springen, sagt Maximowitz.

Bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund am 16. Januar hat Johannes Riedel, Trainer der LG Lüdenscheid, einige Schützlinge am Start. Florian Kalb startet nicht mehr in der U20 sondern bei den Männern. „Das ist eine enorme Umstellung“, weiß sein Trainer. In welcher Form Kalb ist, kann Riedel nur schwer einschätzen. „Wir haben uns natürlich ein bisschen vorbereitet. Wir wollen sehen, wo er im Moment steht. Dadurch, dass er jetzt auch immer arbeiten muss, bedeutet das auch eine Umstellung im Training. Aber er war nicht krank oder verletzt, da hatte er Glück.“ Die Trainingsläufe seien durchaus in Ordnung gewesen, so Riedel, „aber er fühlt sich selbst noch nicht ganz fit.“ Kalb soll auch bei den Westdeutschen Meisterschaften laufen.

Erstmals weibliche U18-Staffel

Gleiches gilt für Tim Dahlhaus, den Riedel für die 60-, 200- und 400-Meter sowie für die Staffel gemeldet hat. Zum ersten Mal hat auch die weibliche U18 der Leichtathletik-Gemeinschaft Lüdenscheid eine Staffel gemeldet. Auch Alexandra Esser, Schützling von Gertraud Rüsch, kommt in die Dortmunder Körnig-Halle. Da auch Julia Ritter auf der Meldeliste steht, rechnet Rüsch der Kugelstoßerin nur wenig Chancen auf den Titel aus. „Zwischen Alexandra und Julia liegen fast zwei Meter. Für den Titel wird es nicht reichen.“ Ansonsten sei Esser aber fit und hofft auf ein gutes Ergebnis. Rüsch: „Wir würden uns wünschen, dass sie vielleicht einen Platz auf dem Treppchen holt.“

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