Alice Janoschka ohne Training unter beste Acht

Alice Janoschka sprang bei den Leichtathletik-Hallen-Westfalenmeisterschaften der U18-Jugend 5,18 Meter weit und erreichte damit in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle Rang acht.

Dortmund - Die Leichtathletik-Hallen-Westfalenmeisterschaften der Senioren und U18-Jugend hatten laut „Hanni“ Riedel allenfalls den Wert einer Standortbestimmung. Dennoch strahlte der Trainer der LG Lüdenscheid beim Auftritt von Alice Janoschka. „Das freut mich für sie“, sagte er, als die Jugendliche die Qualifikation für den Endkampf der besten acht Weitspringerinnen geschafft hatte.

Von Axel Krüger

5,18 Meter aus dem zweiten Durchgang bedeuteten Rang acht im ersten Wettkampf der bisherigen Schülerin bei der weiblichen U18-Jugend. In den drei Durchgängen im Endkampf hatte die Sauerländerin dann in der Dortmund Helmut-Körnig-Halle Probleme beim Anlauf, so dass ihr keine Steigerung mehr gelang – zweimal trat Janoschka über, bei ihrem sechsten und letzten Sprung sprang sie dann deutlich vor dem Balken ab und verschenkte mindestens 20 Zentimeter.

Große Probleme beim Anlauf

Die Trainingsbedingungen waren in jüngster Zeit für die LG-Starter bei den Hallentitelkämpfen nicht ideal gewesen – wenn sie denn überhaupt trainieren konnten. Denn Riedel erklärte, dass Alice Janoschka bis Mitte vergangener Woche noch auf Ski-Klassenfahrt gewesen war, Tim Dahlhaus sogar bis einen Tag vor den Meisterschaften. Nach einer kurzen Nacht war der U18-Jugendliche der erste Lüdenscheider, der am Samstag auf die Kunststoff-Laufbahn in Dortmund musste. Der Trainer hoffte auf eine hohe 23er-Zeit über die 200 Meter, heraus kamen im sechsten Zeitendlauf 25,43 Sekunden – „das ist noch ausbaufähig“, kommentierte „Hanni“ Riedel den Auftritt seines Schützlings.

Persönliche Hallen-Bestzeit für Florian Kalb

Dritter Einzelstarter der LG Lüdenscheid in der Bierstadt war Florian Kalb, der als U20-Jugendlicher in der Männer-Klasse über die 800 Meter an den Start ging. Mit fünfeinhalb Sekunden Rückstand auf den neuen Westfalenmeister Marius Probst (Wattenscheid) wurde der Abiturient zwar Sechster und damit Letzter. Dennoch war die Zeit von 1:56,68 Minuten für Riedel eine Standortbestimmung, mit der er zufrieden war: „Das ist eine neue persönliche Hallen-Bestzeit für Florian, und das mit großem Trainingsrückstand.“ Bis zur Deutschen Hallen-Meisterschaft müsste sich Kalb noch um rund drei Sekunden verbessern können und damit in den Bereich seiner Freiluft-Bestzeit kommen, so der Coach.

Darüber hinaus stellte die LG noch zwei 4x200-Meter-Staffeln in Dortmund. Während die Männer-Staffel Dominik Nüsken/Florian Kalb/Jannik Straube/Magnus Schubert in 1:37,31 Minuten Platz neun unter elf teilnehmenden Staffeln belegte, hatte die Jugend-Staffel Robin Beinghaus/Niklas Bergmann/Ole Löber/Tim Dahlhaus das Pech, dass Löber von einem die Bahn überquerenden Athleten aus dem Tritt gebracht wurde. 1:44,22 Minuten bedeuteten Platz zehn für die Lüdenscheider.

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