Leichtathletik

Fünf Hundertstel fehlen Luis Vieweg im Ulmer Donaustadion zur Medaille

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Platz fünf im 100-Meter-Finale der Deutschen U20-Meisterschaft: Luis Vieweg ließ am Freitagabend im Donaustadion Samuel-Miro Breithaupt (links) und zwei andere Topsprinter im Endlauf hinter sich. Zu einer Medaille fehlten nur fünf Hundertstel Sekunden.

Ulm – Eine Medaille wurde es nicht, dazu fehlten fünf Hundertstel Sekunden, doch unzufrieden war Luis Vieweg deshalb keineswegs. Beim 100-Meter-Finale der Deutschen U20-Meisterschaften im Donaustadion in Ulm belegte der Meinerzhagener Topsprinter im nationalen Topfeld den fünften Platz.

Fünfter in Deutschland – das ist doch was“, stellte Viewegs Vereinstrainer Adalbert Roßbach von der LG Kindelsberg Kreuztal fest, „unser primäres Ziel war das Finale. Wir sind mit diesem fünften Platz sehr zufrieden.“ Auch die Leichtathleten in Ulm hatten am ersten Tag der Deutschen Meisterschaften der Altersklassen U20 und U18 mit der Hitze zu kämpfen – auch wenn es ein bisschen kühler war als am Anreisetag. 

Vieweg steckte die Hitze gut weg. Als Zweiter im fünften Vorlauf zog der Meinerzhagener am Nachmittag mühelos in 10,64 Sekunden ins Halbfinale ein. Es war die fünftschnellste Zeit in allen Vorläufen. In den Halbfinals sollte die sechstschnellste Zeit folgen: Mit 10,70 Sekunden belegte Vieweg Rang zwei im vierten Halbfinale. Sicher weiter war er damit, schon jetzt setzte der EM-Vierte Lucas Ansah-Peprah vom Hamburger SV mit 10,47 Sekunden ein Ausrufezeichen. Mit Fabian Olbert (München) und Simon Wulff (Dresden) lagen hier zwei weitere Läufer der Goldstaffel vor Vieweg, der vierte Staffelmann, Elias Goer (Wetzlar, EM-Silbermedaille über die 200-Meter), hatte aufgrund von muskulären Problemen den Start in Ulm abgesagt. 

200-Meter-Halbfinale am Samstag um 16.20 Uhr

Ins Finale startete Luis Vieweg auf der Innenbahn, und er startete sehr, sehr gut. Nach 50 Metern lag er gemeinsam mit Fabian Olbert an der Spitze des Feldes. „Hintenraus waren die anderen aber einfach stärker“, stellte Adalbert Roßbach fest. Allen voran Lucas Ansah-Peprah, der sich in 10,51 Sekunden die Goldmedaille sicherte. Fabian Olbert (10,59 Sekunden) wurde wie beim 60-Meter-Sprint in der Halle Deutscher Vizemeister, die dritte Medaille schnappte sich im Donaustadion auf den letzten Metern der Bad Endorfer Nick Kocevar (10,62 Sekunden) vor Yannick Wolf (München, 10,64 Sekunden), Luis Vieweg (10,67 Sekunden) und Simon Wulff (10,73 Sekunden). Immerhin einen Läufer aus der Goldstaffel hatte Vieweg hinter sich gelassen. 

Für den Meinerzhagener geht es im Donaustadion am Samstag um 16.20 Uhr mit den Halbfinal-Läufen über die 200-Meter weiter. Der Endlauf steigt um 19.10 Uhr. „Luis wird auch die 200-Meter laufen“, stellte Adalbert Roßbach nach dem 100-Meter-Finale fest, „das Ziel ist auch dort, ins Finale zu kommen. Das sollte drin sein.“

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