Gertraud Rüsch holt Kugel-Gold

+
Gertraud Rüsch vom TV Wiblingwerde holte bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren in der Altersklasse W70 den Titel im Kugelstoßen.

Kreisgebiet - Deutsche Hallenmeisterin im Kugelstoßen der Altersklasse W70 darf sich seit Samstag Gertraud Rüsch vom TV Wiblingwerde nennen. Die Wettkampfwartin des Leichtathletik-Kreises Lüdenscheid war bei den nationalen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf in Halle (Saale) damit erfolgreichste Teilnehmerin der insgesamt acht heimischen Aktiven.

Bronze aus dem Süden Sachen-Anhalts mit auf die Heimreise nahm M60-Diskuswerfer Frank Hoffmann von der LG Plettenberg/Herscheid.

In ihrem dritten Versuch stieß Gertraud Rüsch die 3-kg-Kugel auf eine Weite von 8,27 Meter und damit um zwei Zentimeter kürzer als bei den NRW-Hallenmeisterschaften im Januar, sie wies die Konkurrentinnen Sieglinde Hartung vom ASC Grün-Weiß Finsterwalde (8,08m) und Ute Mackenroth vom RKV Athletics Bebra (8,02m) aber auch so deutlich auf die Plätze zwei und drei. „Ich bin zufrieden, obwohl ich technisch nicht so sauber gestoßen habe“, sagte die Titelträgerin, die im Speerwurf am Sonntagmorgen zudem Vierte wurde. Im ersten Versuch erzielte die Wiblingwerderin gleich ihre Tagesbestweite von 19,70m. „Das ist das, was ich momentan auch werfen kann“, so Rüsch. Der Titel ging an Dr. Kristina Hantke (SSV Heidenau, 24,82m).

Als Titelverteidiger und mit der besten Vorleistung von 48,27m ging Frank Hoffmann im Diskuswurf der M60 an den Start, doch für den Altenaer, der über eine Muskelverhärtung im linken Oberschenkel klagte, lief es angeschlagen nicht nach Plan, im Gegenteil: Nur einer der sechs Versuche war ein gültiger, standen für Hoffmann 42,93 Meter zu Buche. Das reichte zwar für Treppchenplatz drei, aber eben nicht für mehr. Sieger mit 45,85m wurde Rainer Horstmann vom TSV Kirchlinde.

Als Vierter nur knapp einen Treppchenplatz verpasste Lothar Dresel. Der M65-Athlet des TV Wiblingwerde, der im vergangenen Jahr die Goldmedaille im Speerwurf aus Erfurt mit nach Hause gebracht hatte, warf den 600 Gramm schweren Speer zwar am Sonntag auf eine Weite von 38,48m und damit um sieben Zentimeter weiter als bei den Titelkämpfen 2018, doch drei der zum Teil drei Jahre jüngeren Kontrahenten knackten im Wurfzentrum im Schatten der Sporthalle Brandenberg allesamt schon im ersten Versuch die 39-Meter-Marke. Der Titel ging an Walter Kühndel vom TV Dingolfing (45,01m) vor dem Münchner Eduard Gruber (41,07m).

Ältester heimischer Teilnehmer in Halle war Dresels Vereinskamerad Uwe Rath. Der gebürtige Lübecker beendete den Speerwurf der über 80-Jährigen mit einer Tagesbestweite von 19,20m als Siebter. Der Titel ging souverän an Lothar Huchthausen von der LG Altmark (38,21m).

Die Farben der LG Lüdenscheid vertrat bei den DM Andreas Brand, der in der Altersklasse M50 seinen Vorlauf über 60 Meter in 8,44 Sekunden als Siebter beendete und die Finalqualifikation somit verpasste. Aber: Brandt unterbot seine Vorleistung von 8,61 Sekunden, die er am 12. Januar bei den Offenen NRW-Hallenmeisterschaften in Düsseldorf gelaufen war. Deutscher Hallenmeister wurde in 7,57 Sekunden der Kieler Meinert Möller.

Den Hochsprung der M60 nahm Klaus-Peter Niehaus in Angriff. Die 1,31 und 1,34 Meter übersprang der Athlet der LG Halver-Schalksmühle jeweils im ersten Versuch, die 1,37m aber knackte er am Sonntag nicht und musste sich daher mir Rang sieben begnügen. Der Titel ging an Manfred Ziegler (TB Weiden), der die 1,55 Meter im zweiten Versuch stemmte und den Coesfelder Wolfgang Bodem (1,55m im dritten Anlauf) auf Rang zwei verwies.

Der Plettenberger Ekkehard Arnoldi, der inzwischen für die LG Kindelsberg Kreuztal startet, wurde am Sonntag im Speerwurf der Altersklasse M55 Achter. Arnoldi kam im fünften Versuch auf 34,97m und blieb damit deutlich unter seiner persönlichen Bestmarke mit dem 700-Gramm-Speer, die er im Juli 2018 bei den Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf aufgestellt hatte (38,07m). Sieger in Halle (Saale) wurde Thomas Stoltefuss vom VfL Kamen mit 48,75m.

Guter Sechster über 60 Meter Hürden in der M50-Konkurrenz wurde Dirk Maximowitz von der LG Halver-Schalksmühle. Der LGHS-Sporwart kam nach 10,18 Sekunden ins Ziel und gehörte zu den Gratulanten von Reinhard Gruhn (TuS 09 Erkenschwick), der in 9,41 Sekunden zum Hallentitel lief.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare