Der zweite Saisonhöhepunkt wartet an der Ostsee

+
Vollgas im Rostocker Leichtathletik-Stadion: Florian Kalb (vorne) von der LG Lüdenscheid startet heute Nachmittag bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften über die 800-Meter-Distanz und hat dabei einen Platz im Endlauf fest im Visier.

ROSTOCK - Das Quartier in der Rostocker Südstadt ist bezogen. Alles ist bereit für Florian Kalb und seinen zweiten Höhepunkt der Sommersaison. Nach dem fulminanten Auftritt mit der 4 x 400-Meter-Staffel der LG Lüdenscheid bei den Deutschen Staffelmeisterschaft der Jugend in Ulm startet das große Talent aus der Bergstadt am Freitag bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften über die 800-Meter.

Um 17.05 Uhr gilt es. Dann finden im Rostocker Leichtathletik-Stadion, dem schmucken Olympia-Stützpunkt direkt neben der DKB-Arena der Hansa-Fußballer, die Vorläufe der U18 über die 800-Meter statt. Drei Vorläufe sind angesetzt. „Aber man muss erst einmal abwarten, ob wirklich alle Läufer antreten, denn manche haben ja auch über die 1500-Meter gemeldet“, sagt Trainer Hanni Riedel. Auch Florian Kalb hatte parallel über die längere Mittelstrecke gemeldet – der Zeitplan aber sieht beide Strecken am selben Tag vor, so dass ein Doppelstart keinen Sinn macht.

Die Ziele des jungen Lüdenscheiders sind für den heutigen späten Nachmittag klar definiert. Zum einen soll es natürlich ein Erreichen des Endlaufes sein, der am Samstag um 17.05 Uhr stattfindet. Kalb ist mit der elfbesten Vorleistung qualifiziert – bis Rang sechs sind die gelaufenenen Zeiten allerdings sehr dicht beisammen. Zudem ist offen, ob die zehn Läufer mit den besseren Vorleistungen allesamt über die 800-Meter antreten.

Das eigentliche Ziel allerdings ist es, eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen. Das vergangene Wochenende, als Kalb beim Sportfest in Wetzlar seine 400-Meter-Bestzeit von 52,99 Sekunden auf 51,75 Sekunden verbesserte, ist dabei ein Mutmacher. Die Form stimmt aktuell, die Trainingswoche war trotz der großen Hitze noch einmal eine gute. Über Verletzungen klagt Florian Kalb nicht. Einem starken 800-Meter-Auftritt in der alten Hansestadt steht nichts im Wege.

Neue Bestzeit ist ganz fest eingeplant

„Meistens sind die Vorläufe sogar die schnelleren Läufe“, sagt Hanni Riedel, der sich am Donnerstag mit Kalb auf die Tour gen Norden gemacht hat, „die Endläufe sind dann eher schon taktisch geprägte Meisterschaftsrennen.“ Kalb also sollte am Freitag seine alte Bestmarke knacken. Die liegt bei 1:57,9 Minuten. Sein Trainer ist optimistisch, dass diese Zeit heute Nachmittag von einer neuen abgelöst wird, die aussehen könnte wie aus einer anderen Welt. Riedel: „Eine 1:55 wäre schön – nach der 400-Meter-Zeit vom Wochenende müsste so eine Zeit möglich sein.“

So eine Zeit würde den jungen Lüdenscheider natürlich auch ziemlich sicher in den Endlauf katapultieren. Am Donnerstag noch war Kalb sehr gelassen, die Spannung vor dem Start, sie wird aber sicherlich kommen im Schatten der DKB-Arena. Und dann? Dann wird einfach mächtig Gas gegeben. So wie kürzlich in Ulm. Da sollte es am Ende ein neuer Vereinsrekord für die Staffel um Kalb sein. Am Ende aber wurde es ein neuer Kreisrekord. Mit einer Zeit, mit der niemand gerechnet hatte. Wenn es in Rostock ähnlich laufen würde – Hanni Riedel und sein telantierter Schützling hätten gewiss nichts dagegen.

Thomas Machatzke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare