Siebter Platz bei der Deutschen Meisterschaft

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Platz sieben bei der Deutschen Meisterschaft: Florian Kalb.

Wattenscheid - Zum Saisonhöhepunkt seine beste Leistung abzurufen, das ist Wunsch und Hoffnung eines Sportlers. Florian Kalb von der LG Lüdenscheid hat das am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften perfekt umgesetzt, denn der Mittelstreckler stellte über 800 Meter in der U20-Klasse nicht nur einen neuen Kreisrekord auf, er belegte zudem den siebten Platz auf nationaler Ebene.

Von Marc Kusche

„Ich bin einfach nur überglücklich, das ist hier für mich optimal gelaufen“, strahlte der 18-Jährige nach seinen zwei Aufritten im Lohrheidestadion über beide Backen. Hatten insgesamt 25 Läufer in seiner Klasse gemeldet, von denen Kalb die 17. schnellste Qualifikationsleistung aufwies, so gingen letztlich nur 18 an den Start. Einige Läufer, die auch für 1500 m gemeldet hatten, sahen wohl auf der längeren Distanz größere Chancen für sich. So wurden in zwei Vorläufen mit je neun Aktiven insgesamt zehn Läufer für den Endlauf ermittelt, Kalb lief Kreisrekord und die fünftschnellste Zeit (1:53,75 Minuten, wir berichteten).

„Ich bin völlig aus dem Häuschen, das ist ja Wahnsinn“, war Trainer Johannes Riedel kaum noch zu halten. Derweil wurde Kalb sehr schnell bewusst, dass sein Arbeitseinsatz am Wochenende noch nicht beendet sein würde. „Es hätten ja jetzt sieben von neun Läufern im zweiten Vorlauf schneller sein müssen, um mir den Einzug in den Endlauf noch zu verwehren“, war ihm fast klar, dass es am Sonntag nochmals nach Wattenscheid gehen würde. Und nachdem im zweiten Vorlauf tatsächlich nur ein Duo schneller war, ging er gestern mit der fünftschnellsten Qualifikationszeit in den Endlauf.

Und auf ein mögliches „Bummelrennen“ wollte sich der Bergstädter erneut nicht einlassen, ging gleich nach vorne, wo er nach einer sehr schnellen ersten Runde (55,71 Sekunden) bis 200 Meter vor dem Ziel blieb. „Dann sind die Jungs mit besseren persönlichen Bestzeiten aber an mir vorbei, zumal ich auf der Gegengeraden bei starkem Gegenwind viel Kraft gelassen habe. Platz sieben ist dennoch super, zumal ich mit 1:54,89 Minuten nochmals eine Topzeit gelaufen bin“, war Kalb auch mit seinem Lauf hochzufrieden. Die Medaillen gingen an Christoph Kessler (LG Karlsruhe/1:52,76), Lonmon (1:52,90) und Reuther (1:53,50).

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