Leichtathletik: Senioren-EM

Dirk Maximowitz in Ancona Achter

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Starker Leistung im Kugelstoß: Dirk Maximowitz.

Ancona - Angesichts eines stärkeren Teilnehmerfeldes als im Vorjahr hatte sich Dirk Maximowitz nicht ausgerechnet, sein Vorjahres-Ergebnis im Fünfkampf bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften der Senioren wiederholen zu können. Nach Platz vier im polnischen Torun im Jahr 2015 erreichte der Sportwart der LG Halver-Schalksmühle am Mittwoch bei der diesjährigen Senioren-Hallen-EM im italienischen Ancona Rang acht in der Altersklasse M45 (2766 Punkte).

Den Wettkampf eröffneten die Fünfkämpfer mit dem 60-Meter-Hürdensprint. Der Halveraner ging im zweiten von vier Zeitläufen an den Start, kam nach 10,93 Sekunden ins Ziel (552 Punkte). An die Spitze des Feldes hatte sich bereits im ersten Lauf der Schwede Mattias Sunneborn gesetzt, der in 8,77 Sekunden mehr als eine halbe Sekunde vor dem Niederländer Gerard Faaij (9,30 Sekunden) lag. 

Auch bei der zweiten Disziplin, dem Weitsprung, dominierte Sunneborn. Der 45-Jährige, der 1996 in Stockholm Weitsprung-Halleneuropameister geworden war, durchbrach gleich im ersten Versuch die Sechs-Meter-Schallmauer und steigerte sich schließlich auf 6,64 Meter. Dirk Maximowitz hatte seinen besten Versuch dagegen gleich im ersten Durchgang, 5,13 Meter bedeuteten Rang sechs beim Weitsprung, brachten dem Pädagogen 569 Punkte ein. 

Mattias Sunneborn eine Klasse für sich

Beim Kugelstoßen gelang dem Sauerländer, der in Deutschland schon für die Klasse M50 startberechtigt ist und der in Ancona der Senior im M45-Teilnehmerfeld war, die Bestweite des ersten Durchgangs – 10,64 Meter (654 Punkte). Maximowitz’ zweiter Versuch war ungültig, beim dritten landete das 7,26 kg schwere Gerät bei 10,38 Meter. Damit musste der Halveraner wiederum Mattias Sunneborn (11,14 Meter), Gerard Faaij (11,03 Meter) sowie den Aschaffenburger Martin Wechs (10,77 Meter) an sich vorbei ziehen lassen. Einen geteilten neunten Rang im Feld erreichte der Halveraner beim Hochsprung mit übersprungenen 1,51 Meter, erhielt damit 512 Punkte auf seinem Konto. Auch in dieser Disziplin landete Sunneborn vor Faaij (beide 1,72 Meter). 

Im abschließenden 1000-Meter-Lauf lief Maximowitz im Feld der elf M45-Starter auf Rang neun ins Ziel, benötigte indiskutable 3:39,03 Sekunden, erhielt dafür 479 Punkte. Nach 400 Metern war eine alte Wadenverletzung neu aufgebrochen, so dass er die letzten drei Runden humpelnd zurücklegen musste – bitter, weil er so eine bessere Platzierung vergab. Er ließ trotzdem insgesamt immerhin drei Senioren-Leichtathleten hinter sich – der Grieche Nikolaos Arvanitis war als zwölfter gemeldeter Fünfkämpfer dieser Altersklasse im 60-Meter-Hürdenlauf vorzeitig ausgeschieden und trat bei den folgenden Disziplinen nicht mehr an. Europameister wurde Mattias Sunneborn mit 4113 Punkten, Silber ging an den Niederländer Jurgen van Berkum (3753), Bronze an Gerard Faaij, der in Ancona 3358 Punkte sammelte.

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