Kalb knackt Norm für die Jugend-DM

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Ziel erreicht: Florian Kalb knackte über 800 Meter die Norm für die Jugend-DM.

Wetzlar - Mit guten Ergebnissen kehrten Florian Kalb und Alexandra Esser am Wochenende von den Deutschen Junioren-Meisterschaften der Leichtathleten in Wetzlar zurück.

Dass es für die Qualifikation für den Endlauf bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften (U23) über 800 Meter nicht reichen würde, war Florian Kalb schon im Vorfeld klar. Doch darum ging es für den 19-jährigen Mittelstrecker der LG Lüdenscheid am Samstagnachmittag als einer der jüngsten Teilnehmer auch gar nicht. Was zählte, war einzig und allein die erneute Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften in der U20-Klasse (1:56,70 Minuten), und das schaffte der DM-Siebte des Vorjahres als Vierter seines Vorlaufs mit 1:55,48 Minuten recht souverän.

„Das war genau das Rennen, was wir uns gewünscht hatten“, war auch Heimtrainer Johannes Riedel voll des Lobes. Im zweiten von drei Vorläufen machte der favorisierte und auch spätere Erstplatzierte Dennis Krüger (1. VfL Fortuna Marzahn/1:52,91) von Beginn an Tempo, der Rest des Feldes klemmte sich einfach dahinter. Bei ca. 57 Sekunden passierte Kalb die ersten 400 m, für den Geschmack des Trainers ein wenig zu langsam. Auch zu Beginn der Zielgeraden (700 m in ca. 1:42 Minuten) fürchtete Riedel noch um die DM-Qualifikation, doch dann ließ sein Schützling einen fulminanten Endspurt folgen, der ihm für den weiteren Saisonverlauf viel Selbstvertrauen geben sollte. Ein besonderer Dank ging zudem an den Physiotherapeuten der LG Kindelsberg/Kreuztal, der Kalb zwei Stunden vor dem Rennen noch Blockaden im Nacken und Brustwirbelbereich beseitigt hatte. Als Dank gab es von Riedel einen Obulus für die Kindelsberger Mannschaftskasse.

Alexandra Esser sehr zufrieden

Sehr zufrieden mit ihrer Leistung im Hessischen war auch Alexandra Esser vom TV Wiblingwerde. Die 18-Jährige war im Kugelstoßen ebenfalls eine der jüngsten Starterinnen im zehnköpfigen Teilnehmerfeld, landete am Ende auf Platz zehn. Mit 12,44 Metern blieb die Lüdenscheiderin zwar ein gutes Stück hinter ihrer Bestleistung (12,88 m) zurück, doch die Situation bei der Kugelstoßerin ist momentan eine besondere. „Der Abi-Stress hat seine Spuren hinterlassen, da hat naturgemäß das Training drunter gelitten. Von daher war es für mich ein richtig guter Wettkampf, denn ich habe konstant über 12 Meter gestoßen“, war sie mit ihrer Serie (12,14 m, 12,44 m und zum Schluss 12,35 m) absolut zufrieden. Einziger klitzekleiner Wermutstropfen für die Siebte der U18-Jugend-DM aus dem Vorjahr, die die Norm für für die U20-Jugend-DM (12,20 m) schon lange in der Tasche hat: Zur neuntplatzierten Vanessa Wallisch (TSG Wehrheim) fehlten ganze 13 Zentimeter, derweil die Qualifikation für den Endkampf der besten Acht utopisch war, denn dafür wäre ein Stoß von mehr als 14,30 Meter nötig gewesen.

Und aus einem weiteren Grund war es für Esser ein besonderer Wettkampf, denn sie konnte sich bei den Topleuten richtig was abschauen. Am Ende hatte Titelverteidigerin Shanice Craft (MTG Mannheim), die noch tags zuvor beim Diamond League-Meeting in New York (USA) gestartet war, mit 16,99 m knapp vor Sara Gambetta (Leipzig/16,89) die Nase vorn. „Es war eine schöne Erfahrung, diese Topathletinnen hautnah zu erleben. Von denen kann man nur lernen.“

Ebenso wie Florian Kalb wäre sie am kommenden Wochenende gerne bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften in Dortmund gestartet, doch am Samstag hat die Lüdenscheid etwas Besseres vor: „Ich wäre zwar gerne gestartet, doch da ist mein Abi-Ball. Und den hat man nur einmal im Leben.“

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